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Neuer Treffpunkt für Hochschulsport in Sontheim

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Nicht nur der privat finanzierte Bildungscampus in Heilbronn ist in Bewegung. Auch an der staatlichen Hochschule in Sontheim gibt es Neuerungen − und dort ist Bewegung sogar wörtlich zu verstehen. Zeitgleich mit dem für 1,8 Millionen Euro sanierten Foyer wurde vergangene Woche das neu gebaute Sportlerheim auf dem Campusgelände übergeben. Der schmucke Holzbau ersetzt einen alten Geräteschuppen, der unlängst abgebrannt ist.

Der langjährige, ehrenamtliche Sportbeauftragte der Hochschule, Roland Schweizer, hatte für das Neubau-Projekt eine Spendenaktion gestartet und die Eigenleistungen koordiniert. 350.000 Euro hat der Neubau gekostet. 220.000 Euro waren an Spenden zusammengekommen: vom Förderkreis der Hochschule, von Privatpersonen, dem Asta, von Hochschulmitarbeitern und Studierenden. Zudem gab es einen Zuschuss aus Hochschulmitteln. Der Landesbetrieb Vermögen und Bau hat die Arbeiten im Untergrund übernommen.

Generationen von Studierenden 

Seit 1985 nutzten Generationen von Studierenden die alte Baubaracke auf dem Campus als Sportlerheim in Eigenregie: Sie war Treffpunkt und Ort für Feten, dort wurden zudem Sportgeräte wie Netze und Bälle gelagert. Im Außenbereich gibt es ein Beachvolleyballfeld − mit dem Sportplatz zum Fußballspielen ist es die einzige Sportfläche auf dem Campus. Für das Sportangebot in der Halle nutzen die Studierenden die Freie Katholische Schule. "Städtische Hallen sind knapp, Vereine und Schulen haben Vorrang", erklärt Schweizer.

Hat eine Hochschule − wie die in Heilbronn − keinen Sport-Studiengang, gilt nach wie vor: Eigene Sportanlagen sind nicht vorgesehen, diese bleiben den Universitäten vorbehalten. Eine Vorgabe, die Roland Schweizer zutiefst bedauert: "Sport und Bewegung gehören zu einer Hochschule dazu, auch ohne einen eigenen Sport-Studiengang."

Hochschulen mehr als nur Lernorte

Der Sportbeauftragte verweist auf "hochinteressante Studien über den Zusammenhang zwischen Bewegung und Lernerfolg" und hofft in diesem Punkt auf mehr Einsicht: Hochschulen sollen nicht nur "Lernfabriken" sein, sondern auch Orte, an denen Sport und Kultur und "Social Life" stattfinden. Für Schweizer machen nicht "die imposanten Gebäude eine Hochschule aus, sondern das Leben, das darin stattfindet". Wo sonst hätten ein Maschinenbaustudent und eine Tourismus-Studierende Gelegenheit zu einem intensiven Kontakt?

Schweizer wünscht sich, dass Sport noch mehr Teil der Hochschulkultur wird. Zunächst aber ist er froh, dass das Thema am Hochschulstandort Sontheim, anders als auf dem Bildungscampus, wenigstens nicht ganz vergessen wurde.

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