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Schüler demonstrieren für Klimaschutz

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"Wir sind jung und ihr seid alt. Unsere Zukunft lässt euch kalt", rufen sie den Passanten zu. Oder auch "Klimaschutz statt Kohleschmutz". Eine kleine Gruppe Schüler zieht am frühen Mittwochnachmittag vom Hohenlohe-Gymnasium (HGÖ) aus zum Marktplatz, wo sie eine kurze Kundgebung abhalten. Einige tragen Transparente. Auf einem steht: "Rettet die Pole. Raus aus der Kohle." Das überschaubare Trüppchen ist eine Klimademo, zu der vier Sechstklässlerinnen des HGÖ aufgerufen hatten. 

Wie man an ihrer Schule noch mehr Müll vermeiden kann oder dass man Busse und Bahn anstelle des Mama-Taxis für den Schulweg benutzen sollte, etwa dazu möchten die Kids mit ihrer Aktion anregen. "Uns ist es wichtig, dass man nicht auf die Straße geht und nur den Bürgermeistern oder Politikern sagt, wie man was besser macht", erklärt Alessya, die die Gemeinschaftsschule besucht. Die Schüler betonten denn auch immer wieder, dass jeder einzelne Verantwortung trage und darum bemüht sein müsse, nachhaltig zu leben.

Initiativgruppe

Diesen Mittwochnachmittag nun hatte die Initiativgruppe, die sich mittlerweile der Fair-Trade-AG des Gymnasiums angegliedert hat, zur zweiten Klimademo eingeladen. Für einen Mittwoch hat die Gruppe sich bewusst entschieden, da es an diesem Tag keinen Nachmittagsunterricht gibt und dadurch eigentlich jeder Schüler und Lehrer die Chance gehabt hätte, an der Demo teilzunehmen. 

Aber gerade einmal neun Mädchen und ein Junge finden sich im Nieselregen ein. "Diese Demo findet gewollt nach der Schule statt, weil es uns nicht ums Schule schwänzen geht", erklärt Luisa . Ein bisschen sind die Organisatorinnen enttäuscht, dass so wenige gekommen sind.
Mit dabei sind Julia Fromm und Anja Leitz. Die beiden Lehrerinnen leiten die Fair-Trade-AG am HGÖ und sie begleiten das kleine Grüppchen. "Es ist wichtig, die Kinder in ihren Ideen zu unterstützen", ist Leitz derÜberzeugung. Und Fromm ergänzt: "Auch wenn es heute nur zehn Schüler sind – wenn jeder etwas tut, dann bewegt sich was. Irgendjemand muss anfangen."

Ähnlich denkt auch Michael Walter von der Öhringer Stadtverwaltung, der auf dem Marktplatz zu der Gruppe stößt. Er meint anerkennend: "Politische Bildung finde ich gut und auch, dass Schüler sagen: Das alles betrifft mich und ich möchte mich zeigen."

Begeisterte Erwachsene

Verstärkung bekommen die jungen Klimaaktivisten auch von Regina Sauter. Die Seniorin aus Schwaikheim ist begeistert von der Demo. "Ich unterstütze das voll und ganz. Ich finde das toll, wenn die Kinder auf die Straße gehen. Jeder muss überlegen: Was kann ich machen."
Mehr Mitstreiterinnen wie Sauter hätten sich die Mädchen am Mittwoch gewünscht. Doch sie lassen sich nicht entmutigen. "Wir wollen das heute so nicht enden lassen. Wir bleiben am Ball. Es wird wieder eine Klimademo geben", verspricht Sechstklässlerin Salome.

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