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Welke, Olma und die Fotomontage

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Gerald Olma staunt immer noch über den Rummel, den die Fotomontage in der ZDF-Satiresendung "heute show" und der Stimme.de-Artikel ausgelöst haben.

"Es ist verrückt, wie viele Leute nach dem Artikel bei mir angerufen haben. Kollegen, Freunde, viele andere Medien. Jeder wollte wissen, was da los ist", erzählt der Pressesprecher. Zahlreiche weitere Zeitungen und Online-Portale hatten in der Folge berichtet.

Das zeigte das bearbeitete Foto

Die Montage zeigte Olma, wie er einer jungen Dame einen Joint anzündet - Hand samt Feuerzeug waren aber nicht seine, sondern von der Redaktion in ein Foto älteren Datums montiert. Sowohl der Pressesprecher als auch die Polizei hatten deshalb zwischenzeitlich über rechtliche Schritte gegen das ZDF nachgedacht.

Mittlerweile hat der Sender das Gesicht Olmas in der Mediathek, wo die Ausgabe der "heute show" vom 1. November noch verfügbar ist, unkenntlich gemacht. Der Redaktionsleiter der "heute show" habe bei ihm angerufen, sich entschuldigt und erklärt, wie es zur Verwendung des Fotos gekommen ist, sagt Gerald Olma. "Die Sache hätte so nicht passieren dürfen und man habe einen Fehler gemacht."

Auch eine offizielle Stellungnahme des Senders wurde veröffentlicht. Darin räumt das ZDF ein, es versäumt zu haben, das Einverständnis Olmas einzuholen und betont, dass dem Polizisten keine bestimmte Handlung oder Ansicht zum Thema Cannabis-Legalisierung unterstellt werden sollte. Außerdem bittet der Sender um Entschuldigung.

Olma und Strobl akzeptieren Entschuldigung

Eine solche hatte zwischenzeitlich auch Olmas oberster Dienstherr, Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU), von dem Sender gefordert. Durch das fehlende Einverständnis des betroffenen Polizisten, das Bild in dem Kontext und in der Art zu bearbeiten sei insgesamt eine sehr ungute Situation entstanden. Die Entschuldigung des ZDF nehme man an, denn "wo gearbeitet wird, passiert auch mal ein Fehler", teilt der Minister mit.

Den Umstand, dass es sich um ein Symbolfoto handelt, hatte eine auf Medienrecht spezialisierte Rechtsanwältin unmittelbar nach der Veröffentlichung der Montage als kritisch bewertet. Für die symbolische Illustrierung des Themas wäre die Verwendung des Fotos mit dem Heilbronner Polizeisprecher nicht notwendig gewesen. Für sie lag möglicherweise eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts vor. Es gebe keinen zeitlichen oder inhaltlichen Zusammenhang mit dem ursprünglichen Ereignis mehr, der Heilbronner Polizeisprecher sei auch nicht so prominent, als dass er die Veröffentlichung hinnehmen müsste.

Gerald Olma sieht den Ausnahmezustand nun als beendet an. "Ich nehme die Entschuldigung des ZDF an und damit ist die Sache für mich vom Tisch", sagt der Pressesprecher des Polizeipräsidiums. "Im Prinzip schaue ich die "heute show" ja wirklich gerne. Und das werde ich auch weiterhin tun."

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