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EnBW will weitere Milliardenbeträge investieren

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Zwei Unternehmenszukäufe und gesunkene Handelsaktivitäten haben beim Energiekonzern EnBW in den ersten neun Monaten des Jahres zu Rückgängen bei Umsatz und Gewinn geführt.

Für das aus Unternehmenssicht entscheidende bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sah es jedoch besser aus - hier wurde eine Zunahme von 1,57 auf 1,69 Milliarden Euro gemeldet. Der Umsatz ging von 15,3 auf 14,7 Milliarden Euro zurück, der Gewinn von 566 auf 351 Millionen Euro.

Zwei Firmen übernommen

Deutlich gestiegen ist dafür die Verschuldung. Denn für sogenannte Wachstumsprojekte wurden 1,8 Milliarden Euro ausgegeben - vor einem Jahr waren es noch 790 Millionen Euro.

Neben den Investitionen in Windparks - unter anderem werden die beiden Nordsee-Projekte "Hohe See" und "Albatros" noch vor Jahresende fertig - zählen dazu die beiden Übernahmen: Die EnBW erwarb zum einen im Mai für 229 Millionen Euro den Telekommunikationsdienstleister Plusnet. Zum anderen kaufte sie den französischen Windkraft- und Solar Projektierer Valeco. Die Zahl der Mitarbeiter stieg folgerichtig seit Jahresbeginn um 959 auf 22 934.

Über den Bereich Energie hinaus

In Erneuerbare Energien will das Unternehmen auch weiterhin investieren, kündigte Finanzvorstand Thomas Kusterer an. Von 2021 bis 2025 sollen alleine dafür fünf Milliarden Euro ausgegeben werden. Insgesamt plant die EnBW mit Investitionen von 12 Milliarden Euro in diesem Zeitraum, davon 80 Prozent für Wachstumsprojekte - "über den Bereich Energie hinaus". Um dies zu finanzieren, sollen weiterhin Beteiligungsmodelle angeboten werden. Zurzeit sind schon an allen Offshore-Windparks Finanzinvestoren eingestiegen, zudem können sich Kommunen aus Baden-Württemberg an der Netzgesellschaft Netze BW beteiligen.

Beteiligungen stehen zum Verkauf

Noch immer nur im Status der Prüfung ist der Verkauf der EnBW-Beteiligung am Mannheimer Versorger MVV. Wie berichtet, will sich die EnBW von ihrem Anteil in Höhe von 28,8 Prozent trennen und ist zusammen mit dem weiteren Minderheitsaktionär Rheinenergie auf Investorensuche. Kusterer wollte nicht einmal andeuten, wie groß das Interesse an den Anteilen ist. Bereits vollzogen ist der Ausstieg aus Ungarn, wo die EnBW Beteiligungen an zwei Unternehmen veräußert hat - "zu wirtschaftlich attraktiven Konditionen", wie der Finanzchef andeutete.

Sorgen bereiten ihm nicht nur die schleppenden Genehmigungserteilungen für neue Windräder an Land. Angesichts der Ergebnisse des Autogipfels forderte Kusterer eine Förderung für den Ausbau der Lade-Infrastruktur für Elektromobilität. Immerhin seien die Ergebnisse des Gipfels positiv zu bewerten.

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