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E- Scooter testweise auch in Fußgängerzonen erlaubt

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Die Stadt Heilbronn gibt ihre Fußgängerzonen in der Innenstadt und in den Stadtteilen im Rahmen einer einjährigen Testphase für E- Scooter frei. Dafür werden die Bereiche durch das Zusatzzeichen "Elektrokleinstfahrzeuge frei" gekennzeichnet. Die Erprobungsphase soll Anfang 2020 beginnen. Die Fahrer von E-Tretrollern (ab 14 Jahre) sind angehalten, Schrittgeschwindigkeit zu fahren und auf Fußgänger besonders Rücksicht zu nehmen. Der Verkehrsbeirat des Gemeinderats nahm gestern vom neuen Mobilitätsangebot Kenntnis. 

Kontrollen

Kein Freund von E-Scootern ist Karl-Heinz Kübler. Nicht als CDU-Stadtrat, sondern als Privatperson sagte er im kleinen Ratssaal: "Ich habe bis jetzt nur negative Erfahrungen gemacht. Viel zu gefährlich." Auch hat er Zweifel an einer sinnvollen Kontrolle. Ordnungsamt und Polizei haben bis dato 14 Kontrollen vorgenommen. Von einer "guten Erfindung" sprach Grünen-Stadtrat Wolf Theilacker. Aber auch er äußerte Sicherheitsbedenken vor allem auf Straßen. 

Zu langsam

Die Anregung von FWV-Stadtrat Malte Höch, Busspuren für E- Scooter freizugeben, lehnte die Verwaltung ab: "Wir wollen den ÖPNV schneller machen und nicht verlangsamen", sagte Christiane Ehrhardt, Leiterin des Amtes für Straßenwesen. Die E-Tretroller sind bis zu 20 Stundenkilometer schnell. Gelassen sieht FDP-Stadtrat Gottfried Friz die E- Scooter -Thematik: "Freuen wir uns über den Versuch und heißen die neuen Verkehrsteilnehmer willkommen." 

Nutzen müssen E- Scooter -Fahrer Radwege oder Radfahrstreifen. Wenn diese fehlen, muss die Fahrbahn und außerorts der Seitenstreifen genutzt werden. Das Befahren von Gehwegen ist untersagt. Eine Helmpflicht besteht nicht. 

In Heilbronn sind momentan ausschließlich E-Tretroller in Privatbesitz unterwegs. Aktuell bietet noch kein Sharing-Anbieter seine Elektrokleinstfahrzeuge zur Ausleihe an. "Zur Zeit besteht keinerlei Interesse", sagte Jens Boysen, stellvertretender Leiter des Amts für Straßenwesen. Für den Fall der Fälle hat die Verwaltung aber eine Selbstverpflichtungserklärung für Sharing-Anbieter erarbeitet. Nach deutlicher Kritik der Stadträte Karl-Heinz Kübler (CDU) und Herbert Tabler (SPD), manche Vorgaben seien zu wachsweich formuliert, sicherte Bürgermeister Wilfried Hajek eine Überarbeitung des Entwurfs zu.

Standorte

Die Erklärung sieht derzeit unter anderem vor, dass im Stadtgebiet von Heilbronn pro Anbieter maximal 400 Elektrokleinstfahrzeuge bereitgestellt werden dürfen. Innerhalb des von der Mannheimer Straße, Weinsberger Straße, Ost-, Süd- und Weststraße, der Karlsruher Straße, Hafenstraße und Paula-Fuchs-Allee begrenzten Gebiets ist die Anzahl auf 100 Fahrzeuge begrenzt. Jeder Anbieter verpflichtet sich, drei E- Scooter an einem Standort im Umkreis von 100 Metern aufzustellen. An der Harmonie und auf dem Bahnhofsvorplatz dürfen fünf Fahrzeuge im Radius von 50 Metern platziert werden. 

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