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Spannende Zeiten für junge Lehrer

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Optimismus, Ideenreichtum und Tatkraft – das wünscht Ursula Jordan, Leiterin des Schulamts Künzelsau, den neuen Lehrerinnen und Lehrern, die zwei Tage vor Schulbeginn in Künzelsau ihren Diensteid ablegen. 

Sie ist zwar bereits Schulamtsleiterin a.D., da die Amtsnachfolge aber "noch nicht ganz geklärt" ist, führt sie ein letztes Mal die insgesamt 130 Junglehrer, die in zwei Tagen ihren Dienst an den öffentlichen und privaten Schulen im Schulamtsbezirk aufnehmen, in ihr Amt ein. Für die Junglehrer stünden die Ampeln in Zeiten des Lehrermangels nicht nur auf Grün, so Jordan. "Ihre Chancen sind sehr gut", betont sie und verspricht: "Es wird eine spannende Zeit." Denn im neuen Schuljahr, das nun beginnt, soll die seit zwei Jahren angekündigte Qualitätsoffensive des Landes beginnen.

Tolle Aufgaben

Um die Vorgaben, die im Institut für Bildungsangelegenheiten Baden-Württemberg und im Zentrum für Schulqualität und Lehrerfortbildung ausgearbeitet wurden, umzusetzen, seien Fähigkeiten, Wissen und ehrgeiziger Einsatz der Pädagogen gefragt. "Im Referendariat konnten Sie Schule noch nicht groß gestalten", betont Jordan, "doch jetzt stehen Ihnen Tür und Tor offen." Deshalb komme eine "tolle Aufgabe" auf die jungen Lehrer zu. 

Zumal auch die Schüler selbst zunehmend Bewegung in die Schule bringen würden. "Sie machen sich viele Gedanken über Globalismus, Umwelt, Klimawandel und setzen sich ernsthaft mit der Zukunft auseinander", betont die langjährige Künzelsauer Schulamtsleiterin und nimmt die Fridays-for-Future-Demonstrationen in den Fokus. Lehrer könnten sich deshalb "nicht leisten, diese Themen im Unterricht außen vor zu lassen".

Der Lehrplan gebe viel Spielraum, um diese Themen in den Unterricht zu integrieren.
Auch Klassenarbeiten müssten nicht unbedingt an Freitagen geschrieben werden. Schließlich gebe es noch vier weitere Wochentage. "Haben Sie den Mut, diese Themen in den Unterricht und ins Kollegium zu bringen", gibt Ursula Jordan den 130 jungen Lehrern, die in der Georg-Wagner-Schule versammelt sind, mit auf den Weg. Bevor die Pädagogen ihr Gelöbnis ablegen, das ihnen Rechte einräumt, Pflichten auferlegt, aber auch pädagogische Freiräume und Ermessensspielräume im Berufsalltag eröffnet, die es "mit Verantwortung auszufüllen gilt" (Jordan), heißt Florian Frank, Schulleiter der Georg-Wagner-Schule in Künzelsau, sie im Namen aller Schulleiter des Schulamtsbezirks willkommen.

Kombiniert mit Charthits aus den Jahren 2013 bis 2019 – von "Wake me up" bis "Old Town Road" – hat auch er so manchen Tipp für die Neuen im Kollegium parat. Die objektive Wissenschaft, die sie im Studium kennengelernt haben, sollen sie für Schule und Unterricht ebenso nutzen wie die Netzwerke, die sie im Studium aufgebaut haben, um Materialien und Unterrichtsentwürfe auszutauschen. Vergessen sollen sie auch nicht die eigenen Sorgen, Ängste und Nöte in Examenszeiten. Denn ihnen würden sie im Schulalltag auch auf Seiten der Schüler wieder begegnen.

Alleingang

"Nehmen Sie die Schüler an, reichen Sie ihnen die Hand, das ist nun Ihre Aufgabe", fordert er auf. Denn an der Schule gehe es nicht nur um Wissensvermittlung, sondern auch um Wertschätzung. Deshalb sei es genauso wichtig, mit den Schülern in Beziehung zu gehen. Last but not least warnt Frank vor einem Fehler, den er selbst gemacht habe: zu glauben, die Welt, sprich die Schule, im Alleingang ändern zu können. Zielführender sei dabei die Teamarbeit mit Kollegen und Schulleitungen. Denn er weiß: "Wir werden viele Veränderungen haben." Und er ist sicher: "Das wird nur gelingen, wenn wir´s gemeinsam angehen."

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