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Flohmarkt hilft Straßenkindern

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Schon vor Öffnung des Flohmarkts für die Aktion Straßenkinder wartete eine Traube von Menschen. Beim Einlass in die Eschelbacher Kelter strömen die Massen an Tische und Stände. Unter die Wartenden mischen sich anscheinend auch gewerbsmäßige Händler. Diese räumen nach Angaben der Organisatoren aber schnell wieder das Terrain. So bleibt der Weg frei für Flohmarktgäste, die sich an dem bunten Allerlei erfreuen. Die Verkäufer haben alle Hände voll zu tun. 

"Uns geht es um die Sache, um die Straßenkinder in der Ukraine, in Weißrussland oder auch in Kasachstan", berichtet Chef-Organisator Konrad Siebert. Ihm zur Seite steht Jasmin Heerlein. "Sie erledigt alle schriftlichen Dinge", so Siebert weiter. "Alle zwei Jahre veranstalten wir den Flohmarkt für die Ärmsten der Armen." Was 2003 mit den Landfrauen als Straßenmarkt in der Eichhofer Straße in Neuenstein beginnt, hat sich heute mit 40 Ehrenamtlichen als große Hilfsaktion ausgeweitet. Der Erlös komme den Transporten in diese Länder zugute. 

Anfänge

Beate Gründler erzählt von den Anfängen. Ihr Mann Stefan sei einer der ersten Organisatoren gewesen. "Ich hatte damals einen Vortrag über die Straßenkinder besucht. Der hat mich sehr betroffen gemacht", erzählt sie. Zu Hause habe man darüber gesprochen. Daraus sei die Idee des Hilfsprojekts entstanden. Nach dem Straßenflohmarkt und den Märkten in Gemeindehäusern der Stadt Neuenstein sei man irgendwann auf die Eschelbacher Kelter gekommen. Und die biete nun den idealen Rahmen. 

Der beliebte Flohmarkt ist zwischenzeitlich eine feste Institution im Neuensteiner Gemeindeleben. Händler wie Besucher fiebern regelrecht der Veranstaltung entgegen. Die Zahl der Helfer sei in den Jahren gewachsen, berichtet Siebert. Nach zehn Jahren will der Organisator etwas kürzer treten. Schon jetzt bekommt er bei der Vorbereitung Unterstützung durch Sohn Ansgar. "Es ist schon viel Geschäft. Was kommt rein und was geht wieder raus? Das sind grundlegende Fragen", erzählt Siebert. Die Basis sei, einfach etwas Gutes zu tun. 

"Die Sachen sind super günstig", weiß Heerlein: "Und es gibt immer wieder neue Gegenstände." Der ganze Trödel, meist gut erhalten, sei gespendet. "Für mich ist das beeindruckend, was die Leute für Werte hergeben", so Heerlein. Auf das kunterbunte Sortiment ist auch Karl-Heinz Gräf aufmerksam geworden. Seine Ausbeute: kleine Hirschgeweihe als Deko-Material.

Handel

Neu im Geschäft ist Claudia Maschke. Sie bezeichnet sich selbst als Anfängerin. Auch bei ihr floriert der Handel mit den oft seltsamen Dingen des Alltags. Roman Ecker, seit fünf Jahren dabei, ist für sperrige Gegenstände zuständig. "Gerade habe ich ein Bild an den Mann gebracht", schmunzelt Ecker. "Wahrscheinlich nicht wegen des Bildes, sondern eher wegen des Rahmens." Man sieht, dass der Flohmarkt eine Erfolgsgeschichte ist. Nicht nur wegen des Verkaufs, sondern gerade des Helfens für die Straßenkinder

Weitere Informationen gibt es hier.

 

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