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Schwimmende Bühnen, Markthalle und neue Schulen

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"Die Bundesgartenschau zeigt, welches Besucherpotenzial Heilbronn bei Open-Air-Veranstaltungen hat. Diese Festivalstimmung muss in die Zeit nach der Buga mitgenommen werden", forderte bei der Sommerpressekonferenz der FWV-Fraktion Stadtrat Malte Höch. Der Neckar müsse als Veranstaltungsort weiter ausgebaut werden: "Events sowohl auf dem Neckar als auch am Neckarufer müssen künftig fester Bestandteil der Heilbronner Festkultur sein", präzisierte Höch sein Anliegen an die Verwaltung. Gerade im Hinblick auf das 2020 geplante Neckarfest sei jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Weichen entsprechend zu stellen. 

Kultur

Konkret wollen die Freien Wähler, dass der Bereich der Hafenlounge im Wohlgelegen und die Fährlebühne weiter als kulturelle Standorte genutzt werden. Der FWV-Fraktionsvorsitzende Herbert Burkhardt geht über diese beiden Forderungen noch hinaus: "Die Verwaltung prüft, wo mögliche weitere schwimmende Festivalbühnen aufgebaut werden können." 

Eine alte Idee lässt Stadtrat Eugen Gall aufleben: "Auf dem Reim-Areal soll eine Markthalle mit attraktiver Wohnbebauung realisiert werden." Der Freie Wähler versteht nicht, warum die Verwaltung ein derartiges Projekt blockiere. Und Herbert Burkhardt ergänzte: "Die Verwaltung muss hier keinen Rathaus-Erweiterungsbau errichten. Das erworbene Holzäpfel-Gebäude an der Lohtorstraße bietet genügend Raum für notwendige, spätere Expansionen."

"Dringenden Handlungsbedarf" sehen die vier FWV-Stadträte beim Neubau und der Sanierung von Schulen in der Kernstadt und in Böckingen. "Die Neckartalschule befindet sich in einem traurigen Zustand und ist nicht mehr verantwortbar", nannte Burkhardt ein Negativbeispiel. Die möglichen Investitionskosten für den Bau von "zwei bis drei neuen Schulen und erforderlichen baulichen Aufstockungen" bezifferte er auf rund 100 Millionen Euro. Steigende Schülerzahlen und Neubaugebiete wie der Neckarbogen und der Nonnenbuckel erforderten diese Baumaßnahmen.

Kein Schandfleck

Eine klare Vorstellung haben die Freien Wähler, was mit der Friedrich-Ebert-Trasse in der Nordstadt passieren soll: "Sie muss bebaut werden. Aber nicht mit Wohnblöcken, wie von den Grünen angeregt, sondern mit Einfamilien- und Doppelhäusern. Wir wollen dort keinen Schandfleck", gab Stadtrat Malte Höch die Richtung vor. 

Abriss oder Neubau des Wollhauszentrums? Die Freien Wähler können sich hier beide Varianten vorstellen. Als Nutzungsmöglichkeiten nennen sie Geschäfte und Wohnungen.
Eine "vorausschauende Planung aus einem Guss" vermisst Stadträtin Marion Rathgeber-Roth in Sachen Leerstände im Industriegebiet. Die Freien Wähler halten deshalb die Erstellung eines Masterplans für "unabdingbar". Malte Höch gab der Verwaltung mit auf den Weg, heute schon mit der Flächenvermarktung zu beginnen: "Die Stadt muss sich im Gewerbe breiter aufstellen, auch deshalb, weil sich die Autobranche im Umbruch befindet."

 

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