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Besser konzentriert dank Theaterspiel

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Es hat Tradition an der Selma-Rosenfeld-Realschule, dass die singenden Klassen sechs und sieben und der Unterstufenchor das Schuljahr mit einem Musical eröffnen. Diesen Freitag, 13. September, 19 Uhr, kommt in der Stadthalle "Die Traumschule", die im Original aus der Feder von Wieland Kleinbub stammt, zur Aufführung. Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen. "Ganz bewusst habe ich auf den Plakaten ,nach Wieland Kleinbub’ geschrieben", erläutert Uta Albert, die für die Aufführung verantwortlich ist, "denn wir führen nicht das Original auf, das nur neun Rollen hat, sondern eine von mir umgeschriebene Fassung." Und in der gibt es gleich 50 Rollen, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Jungschauspieler abgestimmt sind.

Es ist Dienstagnachmittag, der letzte Tag der Sommerferien, und trotzdem haben sich neben Uta Albert auch die Jungschauspieler in der Stadthalle eingefunden. "Wir müssen proben, sonst wird die Zeit bis zur Aufführung am Freitag zu kurz", erläutert die Pädagogin, die die Akteure szenenweise bestellt hat. Drei Proben gibt es vor der Aufführung, bereits gestern haben die Schüler die ersten zwei Szenen bei der Einschulung der neuen Fünftklässler gezeigt, quasi als Appetithappen.

Text lernen

Uta Albert wendet sich Lea, Jela, Mia, Hanni, Marie, Lisann, Antonia, Jason, David und Steven zu. Für die zehn steht die Probe an, doch vorher ist noch Zeit für ein Gespräch mit der Kraichgau Stimme. Wie lief es mit dem Textlernen in den Ferien? "Es ist ein bisschen stressig", findet Lea, "denn man möchte schon die Ferien genießen". Am Montag hat sie in ihr Textbuch reingeschaut, das sie wie die anderen auch schon vor den Sommerferien bekommen hat. Für Lisann, wie Mia schon ein "alter Hase" in Sachen Musical, "ist es nicht mehr so stressig, vielmehr freue ich mich auf die Aufführungen".

Auch für Mia ist das Textlernen kein Problem. "Ich lerne schnell, eigentlich konnte ich meinen Text nach dem ersten Durchlesen schon fast auswendig, den Rest lerne ich bei den Proben." Und wie sieht es mit dem Lampenfieber aus? Das haben sie fast alle, lediglich Mia und Lisann sind gelassener. Besonders aufgeregt, erzählen Lea, Jela, Marie, Jason und Steven, seien sie, wenn Eltern oder Freunde im Publikum säßen. Anders sieht es bei Mia aus. "Wenn Menschen im Publikum sitzen, die ich kenne, gibt mir das Mut", berichtet sie, und Lea weiß, "vor der Aufführung bin ich immer sehr aufgeregt, aber wenn ich auf die Bühne gehe, dann werde ich zunehmend entspannt und gelassener". Auch Hanni, die in den Ferien gemeinsam mit Lea geprobt hat, findet es toll, auf der Bühne zu stehen. Für sie hat das Theaterspielen sogar noch einen erfreulichen Nebeneffekt. "Seit ich singe und Theater spiele, kann ich mich im Unterricht viel besser konzentrieren."

Glänzende Augen

Gefragt, ob sie sich denn vorstellen könnten, später einmal den Beruf des Schauspielers zu ergreifen, bekommen einige der Nachwuchsakteure glänzende Augen. "Ich unterhalte die Menschen gerne, mir bringen andere Menschen gerne Freude, und ich könnte mir gut vorstellen, Schauspieler zu werden", gibt Jason zu. Auch Jela meint: "Ich wünsche mir schon seit langem, einmal Schauspielerin zu werden." Und Mia, der es wie den anderen auch großen Spaß macht, auf den Brettern zu stehen, die die Welt bedeuten, könnte sich gut vorstellen, mal in einem Film mitzuspielen. "Ich mag es, in andere Rollen zu schlüpfen." 

 

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