Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Der Applaus bestimmt den Sieger

zurück zur Übersicht

Beim Poetry-Slam macht die selbstverfasste Wortkunstpoesie den Erfolg aus. Beim Song-Slam dagegen besticht am Ende die beste Eigenkomposition aus Noten und Text. Wer aus solch einem Match als Sieger hervorgehen will, braucht das lautstarke Feedback des Publikums, das mittels Applausbarometer entscheidet.

Sieben Minuten Spielzeit stehen jedem Musiker für seine Performance zur Verfügung, die ins Halbfinale und dann ins Finale führen kann. Drei Musikerinnen und fünf Musiker stellen sich beim ersten Song-Slam in der Reihe „Heilbronn ist Kult“ im Innenhof des Deutschhofs dem Urteil von rund 100 Zuhörern. 

Kreativer Showdown

Souverän und humorvoll moderiert Poetry-Slamer Moritz Konrad den kreativen Showdown, bei dem DJ Gorealla für die entsprechenden Vibes sorgt, wenn nicht der Gitarrensound der Musiker dominiert. Zwei Acts mit je vier völlig unterschiedlichen Musikern setzen vor allem die stark vertretene Social-Media-Generation unter emotionalen Strom. Gefühlvoll-feurig singt Jahi von einer verlorenen Liebe und über die tiefe Verbundenheit zu ihren drei Schwestern, auf Deutsch und in ihrer kurdischen Muttersprache. Liedermacher Nicolai Köppel gibt in bester Singer-Songwriter-Manier platonische Gefühle und einen schachsüchtigen Russen zum Besten. „Lasst uns tanzen, leben, schweben“ und einen bewegenden, ausdrucksstarken „Spätsommer“ lässt Philipp Lumpp ertönen. 

Mit Fanclub ins Halbfinale

„Be good to me“ bittet die ethno-stylisch angehauchte Newcomerin Diosa bei ihrem ersten großen Auftritt. Mit leicht rauchiger Stimme und sanftem „I´m chosin“ schafft sie es dank ihres lautstark applaudierenden Fanclubs ins Halbfinale. Dort darf sich aus der ersten Gruppe auch Philipp Lumpp noch einmal beweisen, während aus der zweiten Gruppe der Rapper Lax mit seinem „Ich mach einfach mein Ding“ den Fanclub-Hype auslöst und damit weiterkommt. Die junge Polara, unterstützt von Gitarrist Alexander Eckbauer, erreicht mit emotionalem Stimmvolumen und den Lyrics über den schwarzen Mai des Kriegsjahres 1943 in Louisiana das Halbfinale.

Vollblutmusiker Pete Jones ist von einer anderen Welt und eindeutig überqualifiziert für dieses Genre. Der Applaus wird dem Waliser nicht gerecht. Tilman Claas alias „Lampe“ hat in der Tat „Phänomenal viel Potenzial“ in seinen pointierten Songformaten mit Comedy-Touch, doch es reicht leider nicht. So stehen schließlich Lumpp, Polara, Lax und Diosa im Finale, das von den Interpreten, vom Moderator und vom Publikum noch mal alles fordert.

Siegerin des Song Slams

„Ich habe Spitzen gehört, aber auch ein kollektives Rauschen. Könnt ihr das wiederholen?“ Moritz Konrad nimmt seinen Job ernst, und sein geschultes Gehör ist hochkonzentriert. Es gibt ein Stechen zwischen Lax und Polara. Diese bekommt schließlich als Siegerin die Desinfektionsflasche mit Heimat- Gin aus einer regionalen Manufaktur. Den Schlussapplaus haben sich alle Teilnehmer verdient. 
Eine imposante Stimme, emotionale Texte und gefühlvoller Sound überzeugten das Publikum: Polara heißt die Siegerin des Song Slams.

Galerien

Regionale Events