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Jugend für einen großen Dichter begeistern

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Es ist ein Mammutwerk, dem sich Götz Schwarzkopf und seine Mitstreiter verschrieben haben. „Hölder – Das Rockmusical“ heißt das Projekt, auf das die Akteure seit drei Jahren hinarbeiten und das vom 20. bis 23. Februar in der Lauffener Stadthalle aufgeführt wird. Erinnert wird an den Dichter Friedrich Hölderlin, der am 20. März 1770, also vor 250 Jahren, in Lauffen geboren wurde. Die Nachfrage nach Karten ist so groß, dass das Team am 23. Februar einen Zusatztermin eingebaut hat.

Ideen für eine bessere Welt

In dem Musical geht es um Freundschaft, Freiheit und Revolution. Ausgangspunkt für Komponist und Autor Götz Schwarzkopf sind die Ideen für eine bessere Welt, die Hölderlin gemeinsam mit seinen Tübinger Studienfreunden Hegel und Schelling entwickelt hat und die unter dem sperrigen Begriff „Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus“ niedergeschrieben wurden. Darin geht es um Moral und Ethik, und dies sei topaktuell. „Für uns ist das die Chance, Hölderlin auf einem anderen Feld zu bespielen“, sagt Götz Schwarzkopf und ergänzt: „Wir wollten das Thema so bearbeiten, wie wir es am besten können, und das ist Rockmusik.“ Der 52-Jährige hat 1987 am Hölderlin-Gymnasium Abitur und mit einer Schülerband Musik gemacht. Nun spielt er mit Hölders Welt alle Stücke, bis auf eines, das von einer jungen Band gespielt wird.

Das Projekt ist ambitioniert. Ein 100-köpfiger Chor sowie 30 Ensemble-Mitglieder sind mit dabei, alles Ehrenamtliche. Die Gruppe ist generationsübergreifend – vom zwölfjährigen Kind bis zum Senior jenseits der 60. „Wir wollten die jungen Leute mit dabei haben und haben das Thema deshalb in den Lebensbereich der Jugend gebracht.“

Heiße Phase

Ursprünglich sollten sich alle weiterführenden Lauffener Schulen beteiligen. Letztlich beschränkt sich der große Chor jedoch auf Schüler des Hölderlin-Gymnasiums. Für Chor und Ensemble beginnt nun die heiße Phase. Zwei intensive Proben-Wochenenden stehen bevor, ab Mitte Februar wird es dann ernst. „Wir dürfen bereits vier Tage vor der Premiere die Stadthalle nutzen. Das ist ein Geschenk“, ist der Musiker für die Unterstützung der Stadt dankbar. Nach dem Heimspiel in Lauffen geht das Rockmusical on tour. Gastspiele gibt das Team in vier weiteren Orten, in denen Friedrich Hölderlin seine Fußspuren hinterlassen hat: Bad Homburg (25. April), Stuttgart (27. Mai, Theaterhaus) Denkendorf (21. Juni) und Heidelberg (3. Juli). Die Aufführungen sind jeweils einzigartig, weil sich ein Teil des Chores, der sogenannte Bühnenchor sowie einige Solisten, aus den örtlichen Schulen rekrutiert. 

Götz Schwarzkopf hätte das Musical gerne in weiteren Hölderlin-Orten aufgeführt. „Wir hatten mit neun Kommunen Korrespondenz.“ Doch mussten er und seine Mitstreiter mit einigen Absagen leben. Die Gründe waren unterschiedlich. Tübingen arbeite ausschließlich mit eingekauften Ensembles, könne daher keine Infrastruktur und kein Personal dafür stellen. Jena habe bereits einen gefüllten Terminkalender gehabt. 

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