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Mit Robotern was fürs Leben lernen

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Die bunten Klötze, die sich auf einer Fläche von 3,6 mal 3,6 Meter im Fitnessraum des Herzog-Christoph-Gymnasiums (HCG) in Beilstein aneinanderreihen, erinnern ein wenig an Tetris. Jedoch geht es hier nicht um das puzzleartige Computerspiel, sondern um die Kulisse des Roboter-Wettbewerbs (VEX EDR) am 25. Februar in Berlin. Die Schüler des HCG Dennis Schäfer (16), Julian Absolon (16), Linus Kaiser (15) und Nico Krebs (15) haben sich zum zweiten Mal für die „German Masters“ qualifiziert. Gegen elf Teams werden sie in der Hauptstadt antreten.

Auf einen Titel der deutschen Meisterschaft im vergangen Jahr können die Jungs bereits zurückblicken (wir berichteten). Auf diesen Erfolg wollen sich die Schüler aber nicht ausruhen, im Gegenteil: Dieses Mal sind sie im Wettbewerb eine Schwierigkeitsstufe höhergestellt, treten auch gegen Berufsschüler an. Die Vorbereitungen laufen deshalb schon seit Monaten auf Hochtouren. „Wir treffen uns jeden Samstag“, erzählt Dennis Schäfer. 

Disziplin

In den letzten Herbstferien tüftelten sie sogar täglich an ihrem Roboter. Bleibt da überhaupt noch Zeit für andere Hobbies? Dennis Schäfer, der wie sein Teamkollege Niko Krebs nebenbei auch noch Saxophon spielt und einen Karatekurs belegt, gibt zu: „Es ist schwierig alles unter einen Hut zu bekommen, ich kriege das gerade so hin.“ 
Trotzdem sind sich die Jungs einig, dass der Spaß an der Sache überwiegt. „Wir haben alle ein riesen Interesse an Robotik. Das ist ein großes Thema und wird es auch weiterhin sein. Autonomie ist die Zukunft“, ist sich Linus Kaiser sicher. Niko Krebs gefällt vor allem die Teamarbeit: „Es macht Spaß, gemeinsam ein Projekt zu planen und Fehler auszumerzen“. Dennis Schäfer nickt und ergänzt: „Wir lernen was fürs Leben.“

Die Schule unterstützt die Jungs 

Unterstützung erfahren die Jungs auch von der Schule und das nicht nur in finanzieller Hinsicht. Nach einem Gespräch mit Schulleiter Jochen Bär letztes Jahr haben sie einen Teilbereich des Fitnessraums der HCG für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt bekommen. Ursprünglich war die Holzwerkstatt dafür vorgesehen, die war aber zu klein.

Außerdem investierte die Schule in das Material, wie zum Beispiel das Spielfeld, auf dem der Wettbewerb ausgetragen wird. Die Kosten dafür beliefen sich nach Aussage des Rektors im vierstelligen Bereich. Für den Erfolg seiner Schüler findet Bär lobende Worte: „Das ist eine riesen Leistung, fast schon eine Sensation.“ Die jungen Männer seien Leuchttürme ihres Fachs. „Ich bin mir sicher, dass wir noch viel von ihnen hören werden.“ Bereits in den Faschingsferien geht es los. Dann muss der selbstgebaute Roboter zeigen was er kann und unter anderem für jeweils 60 Sekunden autonom und ferngesteuert durch einen Parcours manövriert werden. 

 

 

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