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Brillante Musiker und stadtpolitischer Ausblick

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Für Christine Glaeske ist das Neujahrskonzert längst zur liebgewonnenen Tradition geworden: "Weil ich gerne Musik höre und gerne ins Konzert gehe", lässt sich die Bad Friedrichshallerin auch die 22. Auflage nicht entgehen. Wie so viele andere Zuhörer in der bis hin zur Empore bestens besuchten Sporthalle der Ballei. Sie erleben eine fulminante Aufführung des Jugend-Sinfonieorchesters unter der Leitung von Musikdirektor Jochen Hennings. Inklusive Lisa-Marie Ehrenfried als musikalischem Ehrengast und einer spaßigen Einlage zu feurigen Polkaklängen. 

Gemeinsam mit acht anderen Mitgliedern ihres ehemaligen Kegelclubs, der 35 Jahre eine flotte Kugel schob und vor acht Jahren aufgehört hat, steht für Christine Glaeske nun der musikalische Genuss beim Neujahrstreff im Vordergrund. Nicht zuletzt, um bei der Ansprache von Oberbürgermeister Steffen Hertwig Neues zu erfahren. Etwa "was die Straßenordnung betrifft, wie es laufen wird: Das interessiert uns im Nachbarort auch", sagt sie.

Stammgäste

Martin Spachmann zählt mit Ehefrau Beate, Bruder und Schwester ebenso zu den Stammgästen: Immerhin ist Enkelin Lea-Sophie Saalfrank (16) schon seit mehreren Jahren an der Geige mit von der Partie. Beim Stehempfang nach dem Konzert, vom Förderverein und dem Elternbeirat bewirtet, möchte er "mit Leuten, die man kennt, ins Gespräch kommen". Für Onkel André Spachmann und seine Frau Christina aus Mannheim ist es die Neujahrskonzertpremiere. Gespannt ist der ehemalige Albert-Schweitzer-Gymnasiast, ob er Bekannte von früher trifft. Und wer weiß, merkt Martin Spachmann schmunzelnd an, vielleicht kündigt der Rathauschef ja sogar eine Steuerermäßigung an. So weit kommt es bei der Rede zur Halbzeit nicht. Dafür startet das Orchester mit einem Jubilar. Zum 250. Geburtstag darf Ludwig van Beethoven nicht fehlen. Seine 1790/91 geschriebene achtteilige "Musik zu einem Ritterballett" stimmt das Publikum mit Marsch, Jagd- und Trinklied oder Romanze stilistisch vielfältig und von den Neckarsulmer Nachwuchsmusikern feinsinnig aufbereitet ein. 

Ein musikalischer Leckerbissen kündigt sich mit Lisa-Marie Ehrenfried an. Hatte das Jugend-Sinfonieorchester das Mozart-Konzert d-Moll für Klavier und Orchester für den Auftritt mit Maximilian Schairer während der Heilbronner Buga bereits gründlich vorbereitet, kommt nun die Neckarsulmerin als ausgezeichnete Solistin zum Zug. Die Reaktion des Publikums: Begeisterung und viel Applaus.

Der rassige "Czardas" von Leo Delibes, den das Orchester ebenfalls mit Bravour meistert, leitet über zur Neujahrsansprache des Oberbürgermeisters. Neben dem B27-Anschluss, dem vierspurigen Ausbau und einer Vielzahl an Mobilitätskonzepten erwähnt er unter anderem die Ertüchtigung der Wehrbrücke im Frühjahr und die des Amorbachknotens im Sommer.

Weiter kündigt der Oberbürgermeister E-Ladestellen in der Rathaustiefgarage, eine Umsetzungswerkstatt zum städtischen Leitbild am 21. März und die Umnutzung des Modehauses Diemer an. Dort entstehen drei Ladenlokale und 20 Wohneinheiten. Hertwig spricht zudem von Patenschaften für öffentliche Grünflächen ab 1. April, 27 zusätzliche Kinderbetreuungsgruppen, Fortführung der Hermann-Greiner-Realschulsanierung und dem Start der Verbundschule zum kommenden Schuljahr.

Feuerfest

Polka und Walzer kommen traditionell im zweiten Teil zu Gehör: Mit Johann Strauss zu Vogelgezirp und Peitschenknall "Im Krapfenwaldl" und "An der schönen blauen Donau". Mit Josef Strauss geht es unter Sirenengeheul sowie Dirigent Hennings in passender Montur plus Helm zum "Feuerfest!". 
Die stehenden Beifallsbekundungen zeigen die erwartete Wirkung. Kein Neujahrskonzert ohne den Radetzky-Marsch als Zugabe und Zuhörern, die den ausgewählten Stellen zum Mitklatschen entgegenfiebern.

 

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