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Amtsinhaber fühlt sich gut aufgestellt

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Wenn er etwas mache, dann richtig. Diese Haltung ist Weinsbergs Bürgermeister nach eigenen Angaben sehr wichtig. Deshalb betont der 60-Jährige, dass er für eine dritte Amtszeit zur Verfügung stehe – also für acht Jahre. "Warum denn nicht?", lautet seine rhetorische Frage. Für ihn wäre es die dritte Runde, sofern er die Bürgermeisterwahl gewinnt. Stefan Thoma ist zuversichtlich, dass es klappt. "Ich fühle mich sehr gut aufgestellt." Kritischen Stimmen, wonach im Rathaus der Schwung fehle, entgegnet er: "Ich spüre eine starke Dynamik und einen starken Schwung." Auch das Ergebnis der Kreistagswahl belastet ihn nicht. 

Bilanz

Stefan Thoma verweist auf seine Amtszeit und betont, dass er nicht nur manches versprochen habe. Man könne seine Bilanz prüfen: Erledigt ist seiner Ansicht nach vieles von dem, was er anpacken wollte. Dazu gehört für ihn unter anderem die Erschließung des Röckareals für Wohnungen und Dienstleistungsbereich, die Erschließung des Baugebiets "Salmannsäcker II", die Realisierung des Baugebiets "Heilbronner Fußweg", die Sanierung der Ortsdurchfahrt Grantschen, die Weiterentwicklung der Kinderbetreuung. Angestoßene Projekte will Thoma zu Ende bringen. Vor der Stadt liege ein 40 Millionen Euro umfassendes Investitionspaket. Dafür brauche man einen Bürgermeister, "der Erfahrungen und Kompetenzen hat". Er bringe sie mit, zählt Thoma auf: 16 Jahre ist er Bürgermeister, davor war er 14 Jahre bei der Deutschen Bundesbank. "Ich habe Behördenleitungserfahrung."

Zu Ende bringen will Stefan Thoma unter anderem das Großvorhaben Feuerwehrgerätehaus, mit dessen Baustart er im Frühjahr 2021 rechnet. Die Generalsanierung des Schulzentrums ist für ihn ein weiteres Anliegen. Allerdings: Er versteht sich nicht nur als ein Bürgermeister, der Projekte abschließen will. Neues packe er an. Beispiel Kinderbetreuung: Sie bleibe wichtig genauso wie Bauen und Wohnen, Wirtschaft und Handel und der Verkehr. Zentrales Element für vieles, das wird im Gespräch deutlich, ist ein Stadtentwicklungskonzept, das der Gemeinderat angestoßen hat.

Schul-Entwicklung

Das Projekt soll in vielen Bereichen darstellen, wohin sich Weinsberg bewegt. Unter anderem solle aufgezeigt werden, wie die Kinderzahlen voranschreiten. Davon hängt beispielsweise ab, ob im Grundschulbereich stärker investiert werden muss. Derzeit geht Stefan Thoma davon aus, dass die Schule in der Kernstadt ausreicht – auch für die Kinder aus dem Gebiet "Heilbronner Fußweg", wo Hunderte Bürger wohnen werden. In der Schublade lägen Pläne, sollten mehr Räume nötig sein. Das Entwicklungskonzept ist für Stefan Thoma genauso bei den Sportstätten wichtig: Welche Halle werde benötigt, wo bestehe Bedarf? Die Weibertreuhalle sei ebenfalls in die Jahr gekommen. Sollte man sie sanieren, stünde sie eineinhalb Jahre nicht mehr zur Verfügung. 

Eines ist für den Bürgermeister klar: "Die Stadt kann nicht alles für die Bürger liefern." Die Weinsberger seien auch selbst gefordert. Allerdings will Stefan Thoma eingreifen – etwa bei der Innenstadtentwicklung. Wie bereits in anderen Fällen geschehen, kann er sich vorstellen, dass die Stadt bestimmte Immobilien kauft, um in ihnen die Entwicklung selbst zu steuern.

Als Bürgermeister leitet Thoma eine Verwaltung mit 300 Mitarbeitern, manchmal müsse man Grenzen aufzeigen. Aber: Er sei Teamplayer, seinen Führungsstil bezeichnet er als "kooperativ und sehr menschlich". Keinesfalls als Hypothek wertet er das Ergebnis der Kreistagswahl, bei der Bürgermeister üblicherweise sehr gut abschneiden: In Weinsberg wurde er mit 2.807 Kreuzen Stimmenkönig, das waren 10,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. Im Wahlbezirk hätten vier Bürgermeister kandidiert, sagt Thoma. "Die nehmen sich Stimmen weg."

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