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Schulen und Vereine vernetzen

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Der Stadtverband für Sport, die Interessenvertretung von knapp 43 .000 Mitgliedern in 67 Heilbronner Sportvereinen, will eine Schule des Sports auf den Weg bringen. „Die Talentförderung und der Unterricht sollen künftig enger verzahnt werden, um begabte Sportler nicht an Sportinternate zu verlieren“, erklärt Herbert Tabler, Vorsitzender des Stadtverbands, die Intention dieses Vorstoßes. Vorstellen kann sich der stellvertretende Verbandsvorsitzende Christoph Troßbach eine solche Einrichtung in den Schulzentren Sontheim-Ost oder auf der Schanz: „Eine intelligente Zusammenarbeit der Schulen ist hier gefragt.“ Mit dem Ausbau von Trainingsstützpunkten könnten zudem Schwerpunkte gesetzt werden. 

Weitere Duftmarken will der Stadtverband für Sport aber auch im Sportentwicklungsplan 2030 setzen, der gerade erarbeitet wird und 2021 vorliegen soll. Niederschlag finden sollen in dem Strategiepapier, wie Tabler und Troßbach am Mittwoch im Sportpark 18-90 der TG Böckingen betonen, unter anderem folgende Forderungen:

Aufwertung: Heilbronn muss den Sport mehr als Marke und als Aushängeschild sehen. 

Verpflichtung: Bei Handlungsempfehlungen müssen zeitliche Zielsetzungen festgelegt werden. 

Vielfalt: Öffnung der Schulsportanlagen für Vereine in den Ferien

Impuls: Bau von Bewegungslandschaften für Kinder.

Nachweis: Überprüfung der Hallenbelegung.

Umdenken: Städtische Förderung von Sportstätten, die vom WLSB nicht bezuschusst werden. 

Wichtig ist dem Vorstand des Stadtverbands für Sport bei allen Überlegungen: Alle zwei Jahre muss eine sach- und fachgerechte Bewertung erfolgen, welche Ziele erreicht wurden und welche nicht.

Als „nicht so befruchtend“ bewertet Herbert Tabler derzeit die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und den Sportvereinen: „Es ist ein Unding, dass zum Beispiel Schulprüfungen immer häufiger in Sporthallen stattfinden und Vereine manchmal für mehrere Wochen ausgesperrt sind.“ Die Hallen, redet sich Tabler in Rage, gehörten der Stadt und nicht den Schulen: „So macht man Vereine kaputt.“ Wichtig ist dem Sportfunktionär und SPD-Stadtrat aber auch eine verbesserte Absprache zwischen Schulen und Vereinen bei der Beschaffung von Sportgeräten: „Da könnte viel Geld gespart werden.“

Kooperation

„Wenig erfreulich“ ist für Herbert Tabler auch die Kooperation zwischen dem Stadtverband für Sport und dem Sportkreis Heilbronn: „Die Zusammenarbeit war in den letzten Jahren fast auf null.“ In Gesprächen sollen jetzt gemeinsame Interessen herausgearbeitet werden, um auf diese Weise die Sportregion wieder zu stärken

Eine Möglichkeit zur Stärkung der Sportvereine sehen Tabler und Troßbach in der Vernetzung der vielfältigen Kursangebote. „Wir sollten die Vereinsbrille abnehmen und Mitgliedern ein möglichst breites Angebot präsentieren.“ Die Kurse sollten im Wahl-Verein zu gleichen Konditionen wie im Heimatverein angeboten werden, ohne dass man gleich Mitglied in dem Verein werden muss, der den Kurs anbietet.

In diese Rubrik fällt auch der von Christoph Troßbach angeregte Heilbronner Sportpass. Er ermöglicht fünf kostenlose Probetrainings in fünf Vereinen sowie eine Schnupper-Jahresmitgliedschaft, die je zur Hälfte von der Stadt und dem Verein finanziert wird. „Ziel ist, Menschen wieder zum Sport im Verein zu bringen“, erklärt der Verbands-Vize und CDU-Stadtrat. Der Sportpass soll an möglichst viele Personen verteilt werden.

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