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Feiern unter freiem Himmel - Sind Parks die neuen Clubs?

Feiern in diesen Zeiten nur mit Auflagen möglich

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Ob die kommunalen Hallen in Langenbrettach für private Feiern wieder vermietet werden sollten? Diese Frage hatte in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats eine emotionale Debatte ausgelöst.

Laut den Corona-Lockerungen sind seit dem 1. Juli private Feiern mit maximal 100 Menschen in öffentlichen Gebäuden erlaubt. Bürgermeister Timo Natter sah sich jedoch außerstande, Mindestabstände oder andere Auflagen zu überwachen. „Ich habe keine Lust, auf der Empore zu sitzen und zu pfeifen, wenn es zu Verstößen kommt“, so die Stellungnahme des Rathauschefs. Als Hausherr und Vermieter der Gebäude sei er verantwortlich, wenn etwas passiert.

Verantwortlich, wenn etwas passiert

Knapp zwei Wochen später steht nun das Konzept der Gemeinde, das kleine private Feiern in öffentlichen Einrichtungen ermöglichen will. Dabei gilt: Pro sieben Quadratmeter ist eine Person erlaubt. In der Alten Schule in Brettach und in der Mühle können demnach bis zu 20 Personen feiern. „Die Gemeindehalle ist für maximal 35 Personen, die Talhalle mit Foyer bis 80 Personen zugelassen“, heißt es in einer Pressemitteilung. 

In Ittlingen bleiben öffentliche Gebäude wie der Bürgersaal oder die Sport- und Festhalle bis zum Ende der Sommerferien für private Feiern geschlossen, erklärt Bürgermeister Kai Kohlenberger. „Wir sind noch sehr vorsichtig mit allem.“ Auch das Rathaus sei die vergangenen Monate nicht regulär geöffnet gewesen.

Nur eine Nutzung pro Tag

Vereine wie der TSV Ittlingen oder der Sängerbund müssten Abstriche machen. Während die Hallen vor der Pandemie fast durchgängig von früh bis spät belegt waren, gilt in Zeiten von Corona: „Eine Nutzung pro Tag“, so Kai Kohlenberger. Der Reinigungsaufwand sei hoch, kostet Zeit und Personal. „In einer halben Stunde ist das nicht mal eben gemacht. Alles gründlich zu desinfizieren und zu säubern, das braucht Zeit.“ 

Der Betreiber sei für alles verantwortlich. „Das ist und bleibt die Gemeinde“, betont der Bürgermeister. Zaberfeld geht so vor, künftig jede Anfrage einzeln zu prüfen. Zudem müssen Privatleute ein Hygienekonzept vorlegen. „Derzeit gibt es, bis auf eine Hochzeit im August, aber keine Anfragen“, erzählt Rathauschefin Diana Kunz

Jeder Gast müsse zudem schriftlich bestätigen, nicht in einem Risikogebiet gewesen zu sein. Auch die Vereine brauchen ein Hygienekonzept. „Wir gehen dann Punkt für Punkt durch und schauen, ob alle Corona-Auflagen eingehalten werden können.“ Diana Kunz ist zufrieden: „Die Menschen akzeptieren unsere Regelungen, auch die Vereine zeigen sich kooperativ.“

Das Vereinsleben läuft erst wieder an

In Talheim sei die Vermietung von Hallen aktuell kein Thema und das war es auch in der Vergangenheit nicht: „Unsere kommunalen Gebäude haben wir noch nie für private Feiern vermietet“, erklärt Bürgermeister Rainer Gräßle

Zum jetzigen Zeitpunkt habe man im Rathaus auch keine Anfragen für Veranstaltungen der Vereine auf dem Schreibtisch liegen. „Das Vereinsleben läuft nach den ganzen Einschränkungen im Moment erst wieder an und ist im Vergleich zu früher noch sehr eingeschränkt“, so Rainer Gräßles Vermutung. Sollten aber bald wieder Veranstaltungen stattfinden, ist das laut dem Bürgermeister nur im Rahmen der aktuellen Corona-Verordnung gestattet. Und: „Es braucht ein Hygienekonzept.“ 

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