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Lächeln für die Kamera

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Ein ums andere Mal erzählt Tamara Elbl die Geschichte des immens großen Fürstenfasses im Pfedelbacher Weinbaumuseum. Sie spricht zu einer Handvoll Statisten, die sie hierher eingeladen hat, und gleichzeitig mit unermüdlichem Lächeln in die laufende Kamera. Die erste Kameraeinstellung an diesem Drehort ist schnell im Kasten. Weitere folgen. Für die Württemberger Weinkönigin, die aus Untersteinbach kommt, ist das kein Problem: Tamara Elbl legt erneut los und lächelt unermüdlich weiter. 

So ging das vergangene Woche an zwei Tagen, als ein Team des SWR Mainz eigens wegen Tamara Elbl nach Pfedelbach gekommen war. Ein Porträtfilm über die Württemberger Weinkönigin wurde produziert. Ausgestrahlt wird der Streifen am 25. September. An jenem Septemberabend wird die neue Deutsche Weinkönigin gewählt. Eine der jungen Frauen, die an diesem Abend nach der Krone greifen, wird auch die Württemberger Weinkönigin Tamara Elbl sein. 

Acht-Stunden-Drehtag

Zwischen Filmaufnahmen im Rathaus, wo Elbl im Gemeinderat sitzt, und dem Weinbaumuseum verrät SWR-Redakteur Wolfgang Junglas einige Details zur Produktion. Zweieinhalb Minuten wird der Film dauern. Gerade mal 17 Sekunden davon werden im Weinbaumuseum spielen. Der Film soll die Weinkönigin vorstellen – bei der Arbeit, mit ihren Hobbys und in der Familie. Acht Stunden dauert der erste Drehtag. Ohne Pause. Zwölf verschiedene Drehorte sucht das Team auf. Der Zeitplan ist straff.

Kaum ist eine Szene aufgezeichnet, ziehen Redakteur Junglas, Kameramann Ole Flashaar und Tonmann Sören Peter mit der Weinkönigin weiter an den nächsten Drehort. An Elbls Heilbronner Hochschule, an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg, im Weinberg und am Breitenauer See wird gedreht. Am Nachmittag geht es nach Hohenlohe

Seit mehr als 20 Jahren begleitet Redakteur Junglas die Wahl der Deutschen Weinkönigin. Es ist, so erzählt er, „die erfolgreichste Unterhaltungssendung im SWR“. Und weiter verrät er: „Ich kenne alle Deutschen Weinköniginnen bis auf eine persönlich.“ Augenzwinkernd fügt er noch an: „Mittlerweile kann man damit ja Bundesministerin werden.“ Junglas denkt dabei an Julia Klöckner, die Ernährungs- und Landwirtschaftsministerin, von der der Redakteur nur als „Julia“ spricht.

Viel Zeit, um aus dem Nähkästchen zu plaudern, gibt es an diesem Tag aber nicht. Weinkönigin und Kamerateam sind jetzt im Untersteinbacher Freibad angekommen. Auch hier ist Elbl wieder ganz Profi. Ein ums andere Mal springt sie ins Becken und zieht kraftvoll ein paar Bahnen im Wasser, um dann sofort nach dem Auftauchen wieder in die Kamera zu lächeln.

Outfit-Wechsel

Tamara Elbl ist flink. Gerade noch trug sie einen Sportbadeanzug, jetzt erscheint sie – die Haare frisch geföhnt – im duftigen Sommerkleid und auf schicken, hohen Sandaletten. Achtmal wechselt sie an diesem Tag ihr Outfit. In einer kleinen Sporttasche hat sie alles dabei. Und weiter geht's, bloß keine Zeit verlieren, denn man hinkt dem Drehplan hinterher.

Wieder steigen alle in ihre Autos. Die Weinkönigin fährt mit ihrem roten Flitzer mit Krönchen-Logo auf der Fahrertür hinauf zur Aussichtsplattform am Ranzenberg. Hier wird Elbl und ihre Entourage erneut erwartet. Redakteur Junglas gibt den StatistenFreunde und Verwandte Elbls –, die Anweisung: „Die Kamera ignorieren. Sie gucken nur das bezaubernde Wesen, genannt Tamara, an.“ 

100 Fans kommen

Es ist sonnig und heiß. Zeit für eine Pause bleibt nicht. Eine Wanderszene mit der Familie und die Aussichtsplattform Limes-Blick bei Gleichen stehen als nächstes auf dem Programm. Hier werden die Eltern der Weinkönigin interviewt. Kaum ist das erledigt, geht es ins heimische Wohnzimmer Elbls. Hier gibt die Weinhoheit eine Kostprobe ihres gesanglichen Könnens. Schon seit ihrer Kindheit singt Tamara Elbl nämlich in Chören. Auch diese Szene ist flugs gedreht. Das ist gut so, denn auf einem Feld nahe der WG Heuholz wird die Untersteinbacherin schon sehnlichst erwartet: Rund 100 Fans haben sich eingefunden. 

Redakteur Junglas erklärt, dass hier die Schlussszene des Porträtfilms gedreht wird. Auch das ist neu: Wegen Corona müssen die Kandidatinnen bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin im September nämlich ohne große Fangemeinde im Saal auskommen.

Ganz außen vor müssen die Getreuen jedoch nicht bleiben. Beim SWR-Dreh haben sie die Chance, in die Kamera zu frohlocken. Der Redakteur ermuntert dazu, er ermahnt aber auch immer wieder, wegen Corona die Abstandsregeln zu beachten. Dann endlich läuft die Kamera und die Hohenloher Fans jubeln ihrer Tamara lautstark zu, entrollen ein Transparent für sie und schwenken freudig Fähnchen. Weinkönigin Tamara Elbl strahlt übers hübsche Gesicht, als sie das erlebt. „Das war so beeindruckend und ich hab echt nicht damit gerechnet, dass so viele kommen“, verrät sie sichtlich überwältigt. 

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