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Schüler-Medienpreis für den ersten Film

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An einem heißen Dienstagnachmittag ist das „Amphitheater“ des Zabergäu-Gymnasiums festlich eingerichtet. Bunte Lampions, Blumen, Snacks und Getränke – alles wird von Kameramann Oliver Kirschig auf ein Video gebannt. Alle Französisch-Schüler der Klasse 7b von Annette Schuh, der Initiatorin des Unterrichtsprojekts, sowie Klassenlehrerin Sarah Jenz, Schulleiter Michael Kugel und die Eltern von Maya Daub sind da. Maya bekommt den Schüler-Medienpreis der Initiative Kindermedienland der Landesregierung Baden-Württemberg überreicht. Doch sie weiß es noch nicht. Ulrike Karg, die Leiterin der Geschäftsstelle, macht es spannend. Sie hat so einige Überraschungen für Maya im Gepäck. 

Ziel der Initiative ist der kompetente und kreative Umgang mit Medien, um zu wissen, wie sie funktionieren und sie sinnvoll einzusetzen. Bei dem Wettbewerb sind 90 völlig unterschiedliche Beiträge eingereicht worden. Schirmherr ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der Maya auch gratuliert – wegen Corona allerdings nur in einer Videobotschaft. Er beglückwünscht die jungen Menschen, die „etwas Eigenes und Besonderes geschaffen“ haben. So wie Maya, die bereits gegen Ende des vergangenen Schuljahres mit einem „unterhaltsamen und kurzweiligen Film“ – so das Urteil der Jurymitglieder – angefangen hat, der „das Lernen einer Fremdsprache und die Arbeit mit Medien optimal verbindet“.

Süße Hamstergeschichte

Input für Mayas Idee war die Erzählung „Un Hamster au Collège“. Nach der Lektüre sollte die Klasse den Inhalt filmisch und zeichnerisch umsetzen. Maya entschied sich für ein Stop-Motion-Video in Legetricktechnik. Einer Animationstechnik, bei der ausgeschnittene Flachfiguren auf einem Hintergrund bewegt werden und dadurch die Animation erzeugen. Viel Ausdauer hat Maya dabei in die zahllosen Bildchen gesteckt, die gezeichnet, ausgeschnitten, bewegt und fotografiert werden mussten und schließlich animiert wurden. Dazu hat sie einen französischen Text verfasst, den sie begleitend im Film in der Rolle des Hamsters vorliest, der eine Schülerin in die Schule begleitet – und zwar in deren Rucksack

Eine kleine Katastrophe, fast vor dem Ende ihrer Arbeit

Als alles zum großen Teil schon auf dem schuleigenen iPad abgespeichert ist, passiert die Katastrophe: Alles wird versehentlich gelöscht. „Erst wollte ich mit dem Film aufhören. Ich wollte gar nicht mehr weitermachen“, erzählt Maya. Aber sie hat durchgehalten und hat mit allem noch einmal von vorne angefangen.

Gemeinsam mit Ulrike Karg darf sie eine Trophäe enthüllen, die sie nebst einer Urkunde erhält. Außerdem ist der dritte Platz, den sie erreicht hat, mit einem Preisgeld von 500 Euro dotiert. Ein tolles Schuljahresende für Maya, die natürlich stolz und glücklich ist: „Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe.“

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