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Hundebesitzer fürchten Giftköder

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Hundebesitzer in Flein sind in Aufregung. Ein Unbekannter hatte vergangene Woche an einer beliebten Gassistrecke beim Ochensbergweg Schinkenstücke ausgelegt und die kuriosen Worte „Für Euer allerliebstes Hundle“ ausgedruckt dazugeheftet. Hundebesitzer fürchten nun das Schlimmste, wie in einer Facebookgruppe zu lesen ist: Dass es sich um einen Giftköder gehandelt haben könnte. Doch das ist noch ungeklärt. 

Der Heilbronner Polizei ist der Fall bekannt. „Er wurde beim Polizeiposten Untergruppenbach zur Anzeige gebracht und wird dort bearbeitet“, sagt der Leiter der Polizeihundeführerstaffel, Romano Kröss. Der Polizei liegen Schinkenstücke vor, die an der Strecke in Flein ausgelegt wurden. Das Fleisch wurde an einer Schnur festgemacht, die an eine Pflanze gebunden war. Es soll nun auf Giftstoffe untersucht werden. Yannick Zimmermann von der Pressestelle der Heilbronner Polizei erläutert, dass es aber Wochen dauern könne, bis ein Ergebnis vorliege.

Offenbar hatte beim Ochsenbergweg in Flein ein Hund etwas von einem Köder gefressen. In einer Fleiner Facebookgruppe schreibt seine Halterin, sie sei mit ihrem Hund beim Tierarzt gewesen und es sehe so aus, als habe er Glück gehabt.

Die Ermittlungen dauern 

Romano Kröss von der Hundeführerstaffel erklärt, es komme immer wieder vor, dass Köder für Hunde ausgelegt werden. „Nicht jeder beinhaltet aber tatsächlich Gift“, so Kröss. „Manchmal handelt es sich auch um unachtsam weggeworfene Lebensmittel.“ Hundehalter, die diese Lebensmittel auffinden, gingen oft davon aus, dass es sich um Giftköder handeln könnte und zeigten dies in der Folge an. 

Im Jahr 2020 wurden bislang bei der Hundeführerstaffel des Polizeipräsidiums Heilbronn vier Fälle bezüglich Giftködern zur Anzeige gebracht, fasst Romano Kröss zusammen. „In einem Fall konnte Gift nachgewiesen werden, ein Fall war negativ und in zwei Fällen steht das Untersuchungsergebnis noch aus.“ Die Ermittlungen dauerten an. Über die Motive von Menschen, die Köder auslegten, sei ihnen nichts bekannt, sagt Kröss. „Es muss davon ausgegangen werden, dass es sich nicht um Hundefreunde handelt.“

Falsche Verdachte auf sozialen Medien 

Der Besitzer eines Schrebergartens ganz in der Nähe berichtet, es seien hier viele Menschen mit Hunden unterwegs. Er habe aber noch keine negativen Erfahrungen gemacht, die Leute nähmen den Hundekot in Tüten wieder mit. 

Die Thematik Giftköder ist nach Erfahrung der Polizei besonders in sozialen Medien präsent und Angaben dazu seien mit Vorsicht zu genießen. „Es ist ein sehr emotionales Thema“, sagt Polizeisprecher Yannick Zimmermann. Die Bereitschaft, in sozialen Medien einen Verdacht zu verbreiten, sei groß. Es gelte, zwischen dem Verdacht auf einen Giftköder und tatsächlichen, nachgewiesenen Fällen zu differenzieren. In den meisten Fällen handle es sich nicht um vorsätzlich ausgelegte Giftköder, so Zimmermann.

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