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Mönchseehalle wird fit gemacht

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Die geschichtsträchtige und architektonisch bedeutsame Mönchseehalle wird seit April des vergangenen Jahres aufgrund von Brandschutzauflagen aufwendig saniert. 6,6 Millionen Euro investiert die Stadt Heilbronn in die Sportstätte an der Ecke Karl-/Oststraße.

Das sind 1,3 Millionen Euro mehr als noch zu Baubeginn kalkuliert. Als Grund für die Mehrkosten nennt Projektsteuerer Robert Kömmet vom städtischen Hochbauamt die Erneuerung des stark verrosteten Trapezblechdaches im Zugangsbereich zur sogenannten neuen Halle, die 1976 an die Bogenhalle angebaut worden war.

Neue Umkleiden, Duschen und Toiletten

Auch wenn die Zargen und Türen noch fehlen, präsentiert sich dieser östliche Teil der Mönchseehalle jetzt modern und frisch. So wurden die Umkleiden, die Duschen und die WC-Anlagen, die während des Pferdemarkts Besuchern zur Verfügung stehen, auf ein zeitgemäßes Niveau gehoben.

Schlicht aber passend ist das neue energiesparende Beleuchtungssystem. Umgesetzt wurde auch ein neuartiges Fluchtwegekonzept.„Wir haben versucht, mit wenig Mitteln auszukommen, aber man sieht doch schon sehr gut , dass saniert wurde“, beschreibt Kömmet die Qualität der Arbeiten. In der neuen Halle, die zwischenzeitlich mit Ausnahme des Duschens und des Umkleidens wieder genutzt wird, wurde baulich nichts verändert.

Fast wie ein Neubau 

Dagegen gleicht die am 8. September 1958 eingeweihte Bogenhalle nach den Umbau- und Sanierungsarbeiten einmal einem Fast-Neubau. So ist die Halle künftig dreiteilbar, so dass Schüler und Vereinsmitglieder nach den Sommerferien unabhängig voneinander Sport treiben können.

Glanz geben der Halle eine in hellem Grau gehaltene Wandvertäfelung mit Aufprallschutz, in die ein technisch aufwendiges Brand-Entlüftungssystem integriert wurde, sowie ein neuer Bodenbelag. Ein interessantes Detail am Rande: Aufgrund des unsicheren Baugrunds des ehemaligen Mönchseegeländes wurde seinerzeit die Mönchseehalle auf Pfählen gegründet.

Schüler dürfen die Halle benutzen 

„Bei der Finanzierung profitieren wir von der Großzügigkeit der WGV-Versicherung, die erlaubte, dass wir die 300 000 Euro umfassende Versicherungssumme nach dem Brand der Fritz-Ulrich-Turnhalle 2012 in die Mönchseehallen-Sanierung umschichten konnten und keinen Neubau errichten mussten“, erklärt Johannes Straub, Leiter des städtischen Hochbauamtes.

Dafür erhalten die Schüler der Fritz-Ulrich-Schule ein Zeitkontingent, in dem sie künftig die Mönchseehalle mitbenutzen können. Eine neue Sporthalle hätte mehr als 18 Millionen Euro gekostet. Genutzt wird die Halle zudem von Schülern des Mönchsee-, Robert-Mayer- und Theodor-Heuss-Gymnasiums.

Baulich unverändert geht die Tribüne, auf der mehrere Hundert Zuschauer Platz finden, in die nächsten Jahre. Gleiches gilt für die gelblich-grünen Glasfenster. Durch ihre Tönung verhindern sie eine allzu starke Sonneneinstrahlung. Aufpoliert wird dagegen das von Gottfried Gruner gefertigte Betonrelief „Läufer“, das am Halleneingang gegenüber dem Mönchsee-Gymnasium steht. 

Namensgeber

Die altehrwürdige Heilbronner Mönchseehalle ist nach einem gleichnamigen See benannt. Dabei handelte es sich um einen im Jahre 1465 angelegten Fischteich des einstigen Karmeliterklosters, das sich außerhalb der damaligen Stadtmauern an der Stelle des heutigen Alten Friedhofs befand.

Der See lag östlich der Heilbronner Altstadt und wurde vom Pfühlbach gespeist. Bereits 1524 wurde der See nach vielerlei Streitigkeiten trockengelegt. An den einstigen See erinnern heute neben der Mönchseehalle, das Mönchsee-Gymnasium und die Mönchseestraße.

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