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Tanzen aus Leidenschaft

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Einen langen Atem hat ihnen kaum jemand zugetraut. Darüber können Nina Brauch und Annika Schiz heute gut lachen. Die beiden 23-Jährigen haben gemeinsam mit ihren Freundinnen Josepha Bleibdrey und Josefine Kappler vor acht Jahren den leidenschaftlichen Tanz entdeckt. Das Quartett nennt sich La passion. „Tanzen spricht alle Sinne an. Man bekommt ein gutes Körper- und Selbstwertgefühl. Und man kann durch den Tanz tiefe Gefühle ausdrücken“, sagt die Lauffenerin Nina Brauch

Ein Mix aus verschiedenen Genres 

Sie nennen es eine Mischung aus Ballett und Hip-Hop: Ausdrucksstark, aber zugleich weich, zuweilen abrupt. Getanzt wird so gut wie alles, was die Musikpalette hergibt. Ihr aktuelles Projekt heißt „100 Jahre Tanzmusik“. In fünf bis zehn Minuten stellt das Quartett einen bunten Strauß aus Pop, Rock, deutschem Schlager, Jazzdance und Musical-Songs zusammen. „Mit Musicals haben wir noch keine Berührungspunkte gehabt“, sagt Annika Schiz aus Heilbronn-Horkheim. „Wir wollen mit dem Programm alle Generationen ansprechen.“ 

Ein Team seit der Realschule 

Den Impuls dazu gab ihr damaliger Sportlehrer an der Lauffener Hölderlin-Realschule, die die vier blonden Mädels bis zu ihrem Abschluss 2013 gemeinsam besuchten. Das Quartett fing sofort Feuer. Doch am Anfang war vor allem Improvisation gefragt. „Wir haben im Garten geprobt oder im Wohnzimmer und ohne Spiegelwand“, erzählt Nina Brauch und lacht. 

Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger bot ihnen dann die Hölderlin-Sporthalle zu Trainingszwecken an. Inzwischen sind die jungen Tänzerinnen bei vielen Events im Einsatz: Beim Schaukasten des Schwäbischen Turnerbundes Heilbronn, bei Firmenjubiläen, auf der Buga, im Stuttgarter Milaneo oder in der Heilbronner Stadtgalerie. Etwa zwölf Auftritte sind es pro Jahr. In Corona-Zeiten sind viele geplante Veranstaltungen jedoch weggefallen. Das größte Event war das Wörthersee-Treffen im österreichischen Reifnitz.

Improvisation ist alles 

Nicht selten müssen sie improvisieren, etwa weil auf der Bühne wegen eines Chores Stufen aufgebaut sind, ohne dass dies im Vorfeld kommuniziert worden wäre. „Da hat halt jede auf einer anderen Stufe getanzt“, sagt Annika Schiz. Auf der Buga haben sie sich im vergangenen Jahr die Füße verbrannt, weil der schwarze Kunststoffbelag auf der Fährlebühne heiß wurde.

Nina Brauch: „Aber wir haben später ein Upgrade bekommen und durften auf die große Sparkassenbühne.“ Und manchmal müssen sie mit einer mit zwei mal einen Meter viel zu kleinen Bühne zurechtkommen. Dann tanzen sie halt nicht alle gleichzeitig, sondern im Wechsel. Dabei kann die Bühne gar nicht groß genug sein. Annika Schiz: „Wir versuchen immer, die ganze Bühne auszufüllen und tanzen lieber auf zu großen als zu kleinen Bühnen.“

Proben per Videokonferenz 

In diesen Zeiten machen auch sie spannende neue Erfahrungen mit Tanzproben per Videokonferenz. „Das ist zu einer Alternative geworden, die wir vorher nicht auf dem Schirm hatten“, hat Nina Brauch festgestellt. Nach ihrem Abitur habe die Frage im Raum gestanden, ob sie weitermachen oder nicht. Nina Brauch und Josefine Kappler nahmen ein duales Studium auf, Annika Schiz eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement und Josepha Bleibdrey eine Ausbildung zur Krankenschwester in Heidelberg. Aber: „Wir wollen den Weg weitergehen. Denn das Gefühl, auf der Bühne zu stehen, ist einfach zu schön“, sagt Nina Brauch.

Alles selbstgemacht 

Die vier Tänzerinnen von La passion machen alles selbst: Choreografie, Fotos, Musik schneiden und Kostüme.  Für ihre neue Show „100 Jahre Tanzmusik“ haben sie viele Kostüme und Accessoires ausgesucht.

Auf ihrer Webseite findet ihr weitere Infos, Bilder und Videos zu bisherigen Auftritten. 

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