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Unterhaltungstipps gegen Langeweile

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Das Coronavirus stellt zur Zeit unser gewohntes Leben auf den Kopf, der öffentliche Kulturbetrieb ist durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie fast komplett zum Erliegen gekommen: Museen und Kinos sind geschlossen, Theater- und Opernvorstellungen wurden verschoben, Live-Konzerte bis auf Weiteres abgesagt.
 
Viele Menschen sind derzeit länger zu Hause. Ob Selbst-Isolation, Homeoffice oder Quarantäne-Anordnung: Die Zeit in den eigenen vier Wänden kann sich noch ein paar Tagen hinziehen. Kulturentzug droht aber keinesfalls, denn nicht nur hat man jede Menge Möglichkeiten, um sich mit guten Büchern, Filmen, Musik und Serien von der Flut an Corona-Nachrichten abzulenken, auch im Internet gibt es zahlreiche Angebote.
 
Vier Redakteurinnen und Redakteure der Heilbronner Stimme geben für die Quarantäne-Zeit ihre Empfehlungen gegen Langeweile. Ob bei Streaminganbietern oder völlig kostenfrei: Spannende Hörspiele und Serien, tägliche Online-Konzerte, die berühmten Lach- und Sachgeschichten der Sendung mit der Maus oder Filme fürs Heimkino sorgen in Krisenzeiten für ein wenig Abwechslung. 
 
Ranjo Doering, Kulturredakteur

Mein Filmtipp:  "Systemsprenger“ Das aufrüttelnde Drama um die neunjährige Benni, die durch alle Instanzen der Jugendhilfe fällt, ist ein wichtiger Film, der aktuell bei Netflix zu sehen ist.

 
Mein Musiktipp: Ludovico Einaudi Der Meister der repetitiven Klaviermusik kann mit seinen wunderschönen Werken für Entspannung sorgen. Viele Stücke gibt es kostenlos bei Youtube.
 
Mein Buchtipp:  „Power“ Verena Günthers Buch ist eine bittere Parabel über eine Gesellschaft, die ihre Kinder nicht ernst nimmt. Bedrohlich, surrealistisch und empfehlenswert.
 
Mein Geheimtipp: Spannende Tätersuche Ein Haus. Ein Mord. Viele Verdächtige. Nervenkitzel gibt es beim Hörspiel von Agatha Christie: „Das krumme Haus“, umsonst bei Deutschlandfunk Kultur.
 
 
 

Tanja Ochs, Ressortleiterin

Mein Filmtipp:  „Notting Hill“ Kluger Junge, reiches Mädchen, Happy End – für Momente, in denen man einen Film braucht, der zu Herzen und und gut ausgeht (Amazon Prime).

Mein Musiktipp:  „Bat out of Hell“ Ausnahmekünstler Meat Loaf hat 1977 eines der meistverkauften Alben veröffentlicht – zeitlos und kraftvoll, vor allem wenn man es richtig laut hört.

Mein Buchtipp: „Ein wenig Leben“ Das preisgekrönte Epos von Hanya Yanagihara stellt vielschichtig und komplex, emotional und unprätentiös die großen Fragen des Lebens.

Mein Geheimtipp: Sendung mit der Maus Man lernt nie aus: Sach-, Lach-, Hör- und Spaßgeschichten für die ganze Familie gibt es ohne Ende in der WDR-Mediathek. Dafür ist man nie zu alt.

 

Christoph Feil, Redakteur Leben und Freizeit

Mein Filmtipp: „Follow the Money“ Die Dänen können´s einfach. Spannendes Katz- und-Maus-Spiel um Drogen und Geldwäsche. Serie mit zehn Folgen in der Arte-Mediathek. 

Mein Musiktipp: „Puls“ Was für  'ne Kombination: Die Hamburger Blaskapelle Meute spielt Techno- und House-Musik. Auch das neue Album geht direkt in die Beine.

Mein Buchtipp: „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ Marcel Proust lehrt uns die absolute Entschleunigung. Ein Klassiker auf knapp 5000 Seiten. Wenn nicht jetzt, wann dann?
 
Mein Geheimtipp: „Kunstgeschichte online“ Bis die Museen wieder öffnen: Dieser Gratis-Onlinekurs des Frankfurter Städel Museums vermittelt auf unterhaltsame Weise kunsthistorisches Wissen.
 

Claudia Ihlefeld, Kulturredakteurin

Mein Filmtipp: „Der Kontrakt des ...“ England, 1694: Ein Kostümthriller voller Anspielungen und Ironie, ist „Der Kontrakt des Zeichners“ von 1982 der raffinierteste Film von Peter Greenaway. 

Mein Musiktipp: Hauskonzert Igor Levit Jeden Abend, 19 Uhr, wann immer möglich, lädt der russisch-deutsche Pianist Igor Levit zum Hauskonzert auf Twitter und spielt vorzugsweise Beethoven.

Mein Buchtipp: „Inniger Schiffbruch“ Frank Witzels neuer Roman (Verlag Matthes & Seitz) erzählt von einer Kindheit in den 60er Jahren: Sozialporträt der BRD mit Wiedererkennungswert.

Mein Geheimtipp: Und abends ins Theater Täglich bieten die Münchner Kammerspiele Inszenierungsmitschnitte. Und: Dienstag und Donnerstag, 18 Uhr, Live-Cam-Formate (www.kammerspiele.de).

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