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Große Fragezeichen bei Freibadbetreibern

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Die Natur erwacht langsam aus dem Winterschlaf, und trotz Corona-Virus schweifen die Gedanken ab und zu in Richtung Sommer. So geht es auch den Verantwortlichen für die Freibäder in der Region. Damit alles startklar ist, wenn die Saison beginnt, wird derzeit vielerorts gearbeitet, geputzt und vorbereitet. Unklar ist dabei allerdings, wann die Freibad-Saison starten kann. Mit den üblichen Öffnungszeiten Anfang Mai rechnet derzeit aufgrund der Corona-Krise niemand mehr. „Es wird nach derzeitigen Stand eher Mitte Juni“, sagt Ulrich Feldmeyer, technischer Leiter der Stadtwerke Bad Friedrichshall, die das Solefreibad betreiben.

Fließenleger kümmern sich um Schäden 

Nichtsdestotrotz ist das Freibad-Team derzeit dran, das Bad „auszuwintern“, wie es der technische Betriebsleiter des Solefreibads, Gerhard Sailer, formuliert. Die Fachangestellten für Bäderbetriebe, wie die korrekte Berufsbezeichnung für Bademeister lautet, lassen derzeit die Becken ab und reinigen sie. Ein Fliesenleger wird sich um Winterschäden kümmern, die es jedes Jahr gebe, sagt Sailer. Dann fließe wieder Wasser in die Becken.
 
Auch die Bodenplatten werden mit Hochdruckreinigern sauber gemacht. Für die Wartung der Rutschen komme eine Spezialfirma vorbei, erläutert Sailer. „Wir machen alles so fertig, dass wir in der ersten Maiwoche starten könnten.“ Wann es dann wirklich losgeht und wieder Gäste kommen dürfen, wisse derzeit niemand. Wenn es allerdings so weit ist, hat das Solefreibad in Bad Friedrichshall eine Neuheit zu bieten. „Wir wollen eine kleine Bibliothek einrichten“, sagt Sailer. Dafür werde eine Umkleidekabine umfunktioniert.
 
Auch in Weinsberg sind die Bademeister seit Anfang März im Einsatz, um das Freibad auf Vordermann zu bringen, berichtet Hauptamtsleiter Thomas Siegle. Eigentlich sollte hier die Saison am 9. Mai starten. Daraus wird jetzt nichts, ist sich Siegle sicher. Trotzdem laufen die Vorbereitungen: Technische Anlagen müssen geprüft, die Becken gereinigt werden, und frisches Wasser werde eingelassen. Auch gibt es ab diesem Jahr ein neues Angebot im Weinsberger Freibad: „Man kann Liegen ausleihen mit einer Art Chipsystem wie beim Einkaufswagen“, erläutert Siegle. Auch das Bademeister-Team aus drei Hauptamtlichen ist wieder im Einsatz. „Das hat sich bewährt, und wir sind froh darüber“, sagt der Hauptamtsleiter. Wenn die Saison startet, kommen zwei Aufsichtspersonen für die Becken hinzu.

In Neudenau wird das Becken saniert

In Neudenau kümmert sich ein Verein um das Freibad. Die Freibadfreunde sind laut Vorsitzendem Berthold Oßner derzeit dabei, das Becken zu sanieren. Als nächstes steht das Streichen des Bodens an. Nach Abschluss der Bauarbeiten wollten die Freibadfreunde Mitte Mai eröffnen. Das klappt nun wegen der Corona-Krise wohl erstmal nicht. „Ich hoffe aber nicht, dass das über den ganzen Sommer geht und wir dann auch in der Wohnung sitzen müssen“, sagt Oßner.
 
Beim Zweckverband Mineralfreibad Oberes Bottwartal sind die Verantwortlichen derzeit in der Entscheidungsfindung, sagt Miriam Ehlert von der Stadtverwaltung Oberstenfeld. Oberstenfeld betreibt das Bad zusammen mit der Stadt Beilstein. Noch haben die Vorbereitungen im Freibad aber nicht begonnen. Einen Start am 1. Mai, wie es eigentlich geplant war, könnte man trotzdem noch hinkriegen, sagt Ehlert. Allerdings sei derzeit völlig unklar, wie sich die Lage entwickelt.
 
Das Mineralfreibad Oberes Bottwartal hat fünf Angestellte und verzeichnet in einer guten Saison bis zu 200 000 Badegäste. Nun ist für eine Prognose über die diesjährige Saison neben dem Wetter ein zweiter Unsicherheitsfaktor hinzugekommen: die Corona-Pandemie. „Betriebskosten fallen aber ja trotzdem an“, beschreibt Ehlert das Dilemma.

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