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Plakate als Zeichen der Verbundenheit

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Seit die Schulen bundesweit geschlossen haben, findet der Unterricht weitgehend online statt, so auch im Mönchsee-Gymnasium (MSG) in Heilbronn. Dort werden die Schüler auf der Online-Plattform Moodle oder per E-Mail mit Lernmaterial versorgt. „Das klappt super, die Schüler gehen ihren Aufgaben sehr gewissenhaft nach“, zieht Rektor Andreas Meyer Bilanz.
 
Aber der Unterricht im Internet sei nicht vergleichbar mit dem Gemeinschaftsgefühl vor Ort, das Schüler und Lehrer sonst täglich erleben. Zahlreiche Rückmeldungen dieser Art hätten Meyer bereits von Schülern erreicht, die das tägliche Miteinander vermissen. „Schule ist eben mehr als Lernen“, räumt der Rektor ein. Für ihn steht fest: „Ich will auch in schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen und zeigen, dass die Schulgemeinschaft trotz dieser Umstände weiter besteht und lebendig bleibt.“ Somit war die Idee geboren: Warum nicht Plakate als Zeichen der Verbundenheit nutzen? „Die können überall dort aufgehängt werden, wo das Mönchsee-Gymnasium zu Hause ist, an Fenster oder Haustüren der Schüler zum Beispiel.“ Dem Vorschlag des Rektors folgten noch in der selben Nacht Entwürfe der Schülermitverantwortung (SMV). „Wir waren sofort begeistert“, erzählt Schülersprecherin Lilly Günther.

Eine Erinnerung, dass bessere Zeiten kommen 

Die Plakate seien eine Erinnerung, dass bessere Zeiten kommen. „Es ist wichtig, sich gegenseitig Kraft zu geben“, betont die 17-Jährige. Die Gestaltung der Entwürfe habe man deshalb bewusst fröhlich gehalten. Ein bunter Regenbogen, das Logo der Schule und der Hashtag MSGehtonline zum Selbstausmalen stehen im Vordergrund. „Die Resonanz ist sehr gut“, freut sich Günther. Viele hätten bereits über die App Instagram Fotos von ihren aufgehängten Plakaten hochgeladen. „Das hat uns so gefreut, dass wir einen Wettbewerb daraus machen.“ Demnach soll schon bald ein Siegerbild gekürt werden. „Es ist toll zu sehen, was die Schulkameraden aus dieser Idee machen“, so die 17-Jährige. Immerhin habe die SMV viel Mühe und Zeit in das Projekt investiert. Dem kann sich Direktor Andreas Meyer nur anschließen: „Ich bin gespannt auf die weiteren Ideen. Es wird sich noch einiges tun, davon bin ich überzeugt.“

Wir halten zusammen

Sein Plakat soll zu Hause einen Platz am Fenster bekommen, so dass es jeder von der Straße aus sehen kann. „Positive Zeichen zu setzen ist jetzt wichtiger denn je.“ Auch Clara Vandesand, Chefredakteurin der Schülerzeitung, ist überzeugt: „Die Plakate zeigen, dass wir eine Gemeinschaft sind, sowohl während der Corona-Krise, als auch danach.“ Die Elftklässlerin vermisst den Austausch mit ihren Schulkameraden sehr: „Der fehlt mir einfach, besonders wenn ich alleine in meinem Zimmer sitze und die Aufgaben erledige.“ Deswegen hängt ihr Plakat jetzt ganz prominent am Fenster ihres Zimmers. „Das ist mein persönliches Statement, um zu zeigen: Wir halten zusammen.“ 

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