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Nach den Ferien gibt es mehr Raum

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Für eine Baustelle ist es erstaunlich ruhig. „Eigentlich wären wir Ende der Woche fertig gewesen, damit wir den Anbau am Montag an die Schule hätten übergeben können, aber jetzt haben wir unfreiwillig vier Wochen länger Zeit“, stellt Architekt Peter Hemmerth mit Blick auf die Schulschließung wegen des Coronavirus fest. Trotzdem sind nur noch wenige Restarbeiten zu erledigen, dann kann die Eichbottschule Leingarten nach den Ferien einen schicken neuen Anbau nutzen. Der ehemalige Vereinsraum, der an Hallenbad und Schule im Erdgeschoss angrenzte, ist kaum wiederzuerkennen. „Wir haben den quasi wie eine Dose von oben geöffnet, die Decke 60 Zentimeter erhöht und darauf aufgestockt“, erklärt Hemmerth. Die frühere Außenwand wurde nach hinten durchbrochen und ein Multifunktionsraum angefügt.
 
Im ersten Stock verbindet eine Brandschutztür Alt- und Neubau. Dank einer Rampe ist dieser Bereich auch für Rollstuhlfahrer zu erreichen. Eine solche erschließt das Gebäude auch von hinten, so dass die zwei Klassenzimmer und das Archiv barrierefrei sind.
 
Mit der inneren Rampe ist der Architekt aber noch nicht ganz zufrieden. „Schau mal, die schwingt immer noch arg“, meint er zu Metallbauer Oliver Urban und hüpft auf und ab. Wenigstens das Quietschen ist weniger geworden. Doch wie soll man das jetzt lösen, ohne gleich die neuen Verkleidungen zu zerstören? So lange der Bodenleger noch nicht da war, könnte man zumindest über die Seite noch dran.

Breitere und schmale Leisten wechseln sich ab

Urban grübelt und hat eine Lösung. Ein Winkel als Sockelleiste soll die Rampe fester mit der Wand verbinden. „Das gibt eine gewisse Steifigkeit“, ist er überzeugt. Hemmerth ist begeistert. „Geile Idee, so wird hier mal schnell geplant“, freut er sich. Die Holzfassade war auch so eine spontane Idee und mit viel Puzzlearbeit verbunden. Breitere und schmale Leisten wechseln sich ab und bilden einen spannenden Anblick. „Ursprünglich waren die Leisten nur alle fünfzig Zentimeter und als Unterkonstruktion vorgesehen.“ Natürlich soll die gesamte Schule saniert und die Fassaden der beiden Teile angepasst werden, aber man wisse ja, wie das ist: „Provisorien halten oft lange, und dann sollte es schon nach was aussehen.“ Der Sockel darunter wird in „Palazzo 110“, einem warmen Grau gestrichen.
 
Ein Elektriker schließt den Datenschrank für die neuen Medien wie etwa die Smartboards an. Damit ist die Eichbottschule schon gut ausgestattet.

Die Einweihung soll am 23. April stattfinden

Viel fehlt wirklich nicht mehr. Ein paar Sockelleisten und die Waschbecken in den Räumen. Kurzes Stutzen beim Anblick der Schilder an den Klassenzimmern. In das eine scheint Bauamtsleiter Ralf Eschelbach zu ziehen. „Das sind die Schilder aus dem alten Rathaus, die werden hier jetzt wiederverwendet“, erklärt Hemmerth lachend.
 
Wohlfühlen würde er sich hier aber sicher auch. Helle, schlichte Farben, dunkle Böden in Holzoptik. Bunte Stühle werden Farbkleckse bringen. Die offizielle Einweihung ist für den 23. April vorgesehen.

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