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Experimenta-Neustart im Schichtbetrieb

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Die Experimenta ist wieder da: Zum Neustart am Samstag gab es strenge Regeln, einen Bruchteil der sonst üblichen Besucher und trotzdem viele glückliche Gesichter. Kein Wunder. So viel Platz ist selten in der Wissenswelt.

Wo sonst Kinder wild durcheinandertollen, da müssen sie an diesem Samstag einem Einbahnstraßensystem folgen. Der Weg durch die Etagen ist auf dem Boden markiert. Klar abgegrenzt sind die Bereiche, wo sich nur eine Person oder Familien aufhalten dürfen. „Es läuft ganz gut“, resümiert Experimenta-Sprecherin Bärbel Renner gegen Mittag. Die erste Schicht ist da gerade durch.

Tickets kann man online kaufen

Tickets gibt es ausschließlich online. Die Besucher können derzeit nur in zwei Durchgängen Einlass bekommen, am Vormittag und am Nachmittag, jeweils maximal 150 Personen. An Spitzentagen kommen sonst schon mal 2000 Leute und mehr. Am Samstag sind es in Summe 100, was die ansonsten stets gut gefüllten Ausstellungsräume zum außergewöhnlich luftigen Erlebnis macht. „So ungestört hat man es selten“, sagt Besucherin Bianca Sperrbrechter, während ihre Tochter Lisa mit Karacho von einem Podest auf eine quadratische Fläche springt. Hier wird demonstriert, wie sich verschiedene Materialien unter Krafteinwirkung verhalten. „Stoffwechsel“ heißt dieser Part.

Ein Stoff ist eine Konstante: Der Mundschutz ist in der Experimenta derzeit Pflicht. Malea Ebert scheint es nicht zu stören. Sie übt sich eifrig an den Exponaten. Für sie und ihre Mutter Katharina Ebert war es keine Frage: Die Experimenta sperrt auf, wir kommen. „Wir haben echt darauf gewartet.“ 

Das würde Bernhard Weller unterschreiben. Er arbeitet an einigen Tagen in der Woche im Wissens- und Erlebniszentrum. Er freut sich, dass er die Kollegen wiedersieht. „Aber es ist schon etwas traurig“, sagt er und blickt durch die weitgehend leeren Räume. Manche Exponate und Mitmachstationen sind mit weißen Tüchern abgehängt. Von 275 Stationen sind 200 benutzbar. Gesperrt sind jene, die mit Druckluft oder Wasser funktionieren. Der Science Dome, für den dasselbe gilt wie für Theater oder Kinos, muss geschlossen bleiben. Und auch einige Labore bleiben dicht, weil zu befürchten ist, dass sich Besucher sonst zu nahe kommen. Der Paraglider, der zu einem halb-virtuellen Flug einlädt, ist sonst an Samstagen derart belagert, dass ein Ritt im wackeligen Sitz einem Hauptgewinn gleicht. Heute hängt er ungenutzt in den Seilen

„Wir leben von der Interaktivität“, sagt Sprecherin Bärbel Renner. Die Corona-Auflagen sind alles andere als interaktiv, so kehrt das gewohnte Experimenta-Gefühl erst langsam zurück. „Aber es ist ein Anfang“, sagt Mitarbeiter Bernhard Weller, der hofft: „Das wird jetzt Stück für Stück besser.“ 

Besuche nur am Vormittag oder Nachmittag

Das Heilbronner Wissens- und Erlebniszentrum Experimenta hat seit Samstag unter Auflagen wieder geöffnet. Tickets gibt es nur online. Besucher müssen sich für Vormittag oder Nachmittag entscheiden und haben dreieinhalb Stunden Zeit, die Dauerausstellung zu erkunden. Die meisten Exponate und Mitmachstationen stehen zur Verfügung. Geschlossen sind nur jene, bei denen eine erhöhte Infektionsgefahr bestehen könnte. In der Experimenta sind derzeit Alltagsmasken in allen Räumen Pflicht.

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