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Aus dem Netz auf die Straße

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Mobilität

E-Bikes sind gefragt wie nie. Und die Corona-Pandemie scheint die Nachfrage nach elektrisch unterstütztem Fahrradfahren noch verstärkt zu haben. Die praktischen wie komfortablen E-Räder haben allerdings einen entscheidenden Makel, erklärt Rainer Schuldt von der „Computer Bild“: „Sie sind sehr teuer.“ Qualitativ hochwertige Modelle seien erst ab 2000 Euro erhältlich. 

Online

Wer sie nicht gleich kaufen möchte, kann E-Bikes aber auch mieten. Zahlreiche Anbieter buhlen online um Kunden. Die Preise? Um sich mit einem im Netz offerierten E-Bike tatsächlich rollend auf der Straße wiederzufinden, muss man für ein Ein-Monats-Abo derzeit mindestens knapp 70 Euro einkalkulieren. 

„Mieten statt kaufen ist ideal, um sich mit dem Thema erstmals auseinanderzusetzen, ohne sich zu binden“, sagt Lisa Brack, die fürs „Chip“-Fachmagazin E-Bike-Abos verglichen hat. Auch Schönwetterradlern käme die Miete entgegen. Und wer vor einer Kaufentscheidung steht, kann per Leihe bequem diverse Modelle testen.

Weitere Vorteile:

Leih-E-Bikes sind generalüberholt und der Service – etwa bei Reparaturen oder Diebstahl – gehört meist dazu. „In der Regel wird Ihnen bei einer Panne oder Diebstahl schnell geholfen, manche Anbieter kommen sogar zu einem nach Hause“, berichtet Lisa Brack. Bei den Verträgen sollte man sich aber schon die Zeit nehmen, das Kleingedruckte zu studieren, um zu wissen, was genau Service, Garantie und Diebstahlschutz leisten, und wie lang die Kündigungsfristen sind. Nicht immer seien alle Eventualitäten abgedeckt, sagt Simone Warnke vom Onlinemagazin Inside-digital.de . Und man sollte für sich durchrechnen, ob sich das Mietmodell im Gegensatz zum Kauf lohnt. „Wer das E-Bike länger als ein Jahr nutzen will, zahlt auf jeden Fall drauf.“

Bundesweit

Und es kommt oft auch auf den eigenen Wohnort an. Der Anbieter Smafo etwa trete bislang nur in den Kreisen Paderborn und Bielefeld auf, so Brack. Der ADAC dagegen sei schon in über 20 Städten vertreten. Andere Dienstleister wie Grover oder Otto Now lieferten Leih-E-Bikes bundesweit aus. 

Gebühren

Auch auf mögliche Zusatzkosten sollte man sein Augenmerk richten, gibt Rainer Schuldt zu bedenken. Beim ADAC etwa wird für Nicht-Mitglieder eine Anmeldegebühr von 98 Euro fällig. Bei „eBike-Abo.de“ kostet die Servicegebühr 99 Euro, und bei Swapfiets werden 15 Euro Anmeldegebühr fällig, wenn man erstmals ein monatliches Abo abschließt. Danach verlangt Swapfiets innerhalb der ersten drei Monate nach Vertragsende 30 Euro Wiederanmeldegebühr.

Zudem erlauben manche Anbieter keinen Wechsel des Fahrradmodells innerhalb der Miete, weil sich der Vertrag nach dem Modell richtet, weiß Warnke.

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