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Bald Baustart für Radhaus am Bahnhof

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Vor drei Jahren wurde es auf den Weg gebracht. Räte und Rathaus drehten danach im Ratsrund so manche Ehrenrunde. Nun ist das Ziel nahe: Der von vielen Radlern als überfällig betrachtete Neubau eines Fahrradparkhauses am Heilbronner Hauptbahnhof, dem ersten seiner Art in der Region, steht unmittelbar bevor. Kosten: 840 000 Euro, wobei sich Bund und Land beteiligen. Im Advent soll es losgehen. Der Name spricht für sich: Radhaus Heilbronn. Auch die Architektur kann sich sehen lassen: ein fast zwölf Meter hoher Turm

Räder räumen

Am 14. Dezember werden die Fahrradabstellanlagen zwischen Bahnhofsgebäude und alter Post entfernt. Bis dahin müssen die dortigen Fahrradbügel geräumt sein, andernfalls werden die verbliebenen Räder kostenpflichtig eingesammelt, eingelagert und zur Not entsorgt. Das Amt für Straßenwesen weist durch Plakate und Banderolen auf die bevorstehende Räumung hin. Die Fahrradbügel werden aber Mitte 2021 wieder installiert – also zum Abschluss der Parkhaus-Bauphase. Räder können solange im Bereich der Roßkampffstraße/Bahnhofsvorplatz und im Bereich der Taxistände abgestellt werden, heißt es. 

Willy-Brandt-Platz

Als Standort für das markante turmartige Gebäude ist der Bereich zwischen altem Postamt und Hauptbahnhof am Willy-Brandt-Platz vorgesehen, wobei Bäume in diesem Bereich erhalten bleiben sollen, erklärt Rathaussprecherin Claudia Küpper. Die Pläne der Parkhaus-Spezialfirma Wöhr aus Friolzheim im Enzkreis sehen einen 11,80 Meter hohen polygonalen, fast runden Bau mit einem Durchmesser von 7,30 Metern vor, in dem auf acht Ebenen insgesamt 122 Räder Platz haben. Dazu gebe es für Parkhausnutzer am Eingang eine Sammelschließanlage mit Fächern für typisches Fahrradzubehör wie etwa Helme, inklusive Elektro-Ladepunkten für Antriebsbatterien von Pedelecs

Merkzeichen

Das nutzerfreundliche Gebäude, das gut zum neuen, nachhaltigen Mobilitätskurs der Stadt passen soll, füge sich als eine Art Merkzeichen auch städtebaulich gut in die Umgebung ein, hatte Baubürgermeister Wilfried Hajek bereits bei der Vorlage erster Pläne im Bauausschuss des Gemeinderates versprochen. 

Das Projekt, an dem sich die Deutsche Bahn AG – sehr zum Ärger etlicher Stadträte – soweit bekannt finanziell nicht beteiligen wird, hatte sich wegen „der komplexen Standortsuche“ und wegen zuletzt ungewisser Förderszenarien verzögert, so Eric Krell vom Amt für Straßenwesen. Tatsächlich wären der Stadt Fördergelder in Höhe von 55 Prozent der 840 000 Euro Gesamtkosten verloren gegangen, wenn sich der Baustart weiter verzögert hätte. Zwischenzeitlich hatte der Bund außerdem ein neues Programm gestartet, über das solche Vorhaben sogar zu 80 Prozent gefördert werden. Postwendend hatte sich die Stadt Heilbronn dafür beworben, um aber Ende Dezember 2019 einen negativen Bescheid zu bekommen. Zuletzt hatte Heilbronn auch bei einem anderen Förderprogramm für klimafreundliche Vorhaben keinen Zuschlag bekommen.

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