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Der Stadt drohen strengere Regeln

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Bereits vor sechs Wochen hat Heilbronn die kritische Inzidenz von 50 Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Inzwischen liegt der Wert bei deutlich mehr als 200 Fällen, gestern waren es 235. Auch der Teil-Lockdown der vergangenen vier Wochen hat daran nichts geändert. Damit ist für die Stadt die Hotspot-Strategie mit weiteren Auflagen relevant, auf die sich Ministerpräsidenten und Kanzlerin gestern Abend geeinigt haben. 

Oberbürgermeister Harry Mergel hatte bereits zuvor betont: „Eine Verlängerung der Maßnahmen in den Dezember hinein halte ich in jedem Fall für sinnvoll.“ Lockerungen über Weihnachten und Neujahr, wie sie Bund und Länder beschlossen haben, sehe er skeptisch, erklärte der OB. Um die Vorgaben für Gebiete mit einer Inzidenz von mehr als 200 im einzelnen zu analysieren, hat Mergel für Donnerstag den Verwaltungsausschuss einberufen. Auch Klaus Holaschke sieht derzeit keinen Grund, Maßnahmen zu lockern. „Auch wenn es schmerzhaft ist.“ Der Eppinger OB und Vizepräsident des baden-württembergischen Gemeindetags setzt auf die Wissenschaft. „Die Perspektive heißt Impfung.“

Kunden

Der Lockdown geht weiter, zudem sollen bundesweit strengere Auflagen im Handel gelten. Für den Vorsitzenden der Heilbronner Stadtinitiative, Thomas Gauß, ist das nicht nachvollziehbar. Auf bis zu 800 Quadratmetern ist ein Kunde pro zehn Quadratmetern erlaubt, auf darüber hinausgehenden Flächen einer pro 20 Quadratmetern. „Warum ein großes Geschäft gefährlicher ist als ein kleines, erschließt sich mir nicht“, sagt der Geschäftsführer des Heilbronner Sportgeschäfts Saemann. Ansteckungen im Einzelhandel seien nicht nachgewiesen, gleichzeitig sei die Branche ohnehin schwer getroffen. Der Dezember sei eigentlich der stärkste Umsatzmonat im Handel. „Wenn wir so so weitermachen, fahren wir die Wirtschaft gegen die Wand“, sagt Gauß. 

Im Heilbronner Buchgeschäft Osiander stellt man sich indes bereits darauf ein, die Kundenzahl zu beschränken. „Wir regeln das über Einkaufskörbe“, erklärt die stellvertretende Filialleiterin Meike Sauer. Das habe bisher sehr gut funktioniert. „Wir müssen schauen, wie uns das weiterhin gelingt.“ Das Geschäft biete verstärkt einen Bücherversand und telefonische Beratung an.

Ansteckung

Die hohen Fallzahlen in Heilbronn sind nach wie vor nicht auf Einzelereignisse zurückzuführen. Das Geschehen sei diffus, heißt es im Rathaus. Auffällig war zuletzt, dass ein Drittel der Neuinfizierten 20 Jahre oder jünger waren. Demgegenüber waren nur 14 Prozent der Neuinfizierten 61 Jahre und älter. Heilbronn hatte wiederholt den höchsten Inzidenzwert aller Stadt- und Landkreise im Land. Im Landkreis Heilbronn und im Hohenlohekreis bewegte sich die Inzidenz zuletzt zwischen 100 und 200

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