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Eine Stadt voller Leben - in jedem Fall

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Bis Neujahr ist es nicht mehr lange hin. Ein großes Konzert in der Ballei soll den Auftakt zum Festjahr für das 1250-Jahr-Jubiläum der Stadt Neckarsulm markieren. „Die Planungen dazu laufen, nach aktuellem Stand könnten wir es aber nicht durchführen“, stellt Citymanager Daniel Bürkle fest, der für das Jubiläumsjahr die Fäden in der Hand hält. Gefeiert werden soll im kommenden Jahr 2021 auf jeden Fall. „Die Lenkungsgruppe Stadtjubiläum hat beschlossen, dass alles coronakonform geplant wird, es gibt keinen Plan A und Plan B wie diesen Sommer.“ Das verändert einiges. 

Klare Einstellung

„Wir gehen von derselben Situation im Sommer 21 wie im Sommer 20 aus, das heißt, Hygienesicherheitskonzepte, Beschränkungen bei der Besucherzahl und Kontaktnachverfolgung sind notwendig“, erläutert Bürkle die Basis aller Überlegungen. Das bedeutet auch ein völlig neues Konzept für das Festwochenende, das für den 10. und 11. Juli vorgesehen ist, dem Datum der erstmaligen Erwähnung Neckarsulms im Lorscher Kodex. 

„Das Festwochenende findet auf jeden Fall statt, aber nicht offen, sondern dezentral“, beschreibt es Pressesprecher Andreas Bracht. So wird es einen Festakt in der Ballei mit geladenen Gästen geben. Die städtischen Kultureinrichtungen, aber auch Feuerwehr, Aquatoll und Jugendreferat werden in ihren Einrichtungen Programm anbieten. Die große Bühne auf dem Marktplatz für das Vereinsprogramm ist gestrichen. „Geplant sind stattdessen kleine, dezentrale, eingezäunte Bereiche für die dann gültige Anzahl an Leuten, wo Vereinen und Musikern die Möglichkeit gegeben wird, sich zu präsentieren“, erklärt Bürkle.

Wenn die Örtlichkeiten feststehen, nach denen derzeit gesucht wird, werde man, voraussichtlich Anfang des Jahres, auf die Vereine wegen der Umsetzung zugehen. Sponsoren und Unternehmen wollen ebenfalls Programmpunkte beitragen, dann als kleine Veranstaltungen auf ihren Firmengeländen. „Man muss halt anders planen und alles auseinanderdröseln.“

Bei manchen angedachten Veranstaltungen funktioniert das allerdings nicht. Das geplante Kinder- und Familienprogramm am Samstag mit den Schulen und Kitas muss abgesagt werden, ebenso die Neckarsulmer Kulturnacht, die für Freitag und Samstag angedacht war. Vor allem beim Kinder- und Familientag bedauert Bürkle das enorm, denkt aber schon über Alternativen nach. So können sich Schulklassen im Stadtmuseum mit dem Jubiläum auseinandersetzen, außerdem bekommen Kitas und Schulen eine Jubiläumsbox, um sich mit der Stadtgeschichte beschäftigen zu können.

Es hakt wegen der besonderen Umstände auch an anderen Stellen. Der Jubiläumssong „Im schönen Wiesengrunde“, eine Kooperation mit dem Kreatief, sollte eigentlich im November im Tonstudio unter Mitwirkung von Musikern und Sängern aus der ganzen Stadt aufgenommen werden – das geht nicht. „Wir werden vermutlich eine kleine Version bis zum Neujahrskonzert einspielen und das Projekt bis in den Sommer verlängern“, erklärt der Citymanager.

Illustrierte Zeitreise

Vieles läuft auf Hochtouren. Im Februar wird das Buch zur Stadtgeschichte erscheinen, eine illustrierte Zeitreise in 125 Etappen. Das Kreatief tüftelt am Jubiläumsmusical, das unter freiem Himmel aufgeführt wird, und es gibt zahlreiche Jubiläumsprodukte des Gewerbes wie Jubiläumswein, -bier, -gin, sogar eine Jubiläumsuhr. Ganz wichtig ist ihm bei all den Plänen die Signalwirkung – die Menschen sollen sich auf etwas freuen können. „Wir wollen zeigen, trotz Corona stecken wir voller Leben.“ 

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