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Freibad wird für 5,7 Millionen Euro saniert

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Unser Familienfreibad ist eine beliebte Freizeiteinrichtung, wenn nicht sogar die beliebteste“, stellte Bürgermeister Andreas Vierling in der Gemeinderatssitzung fest. Damit das auch so bleibt, geht die Gemeinde nun den Sanierungsstau an, der sich über die Jahre gebildet hat: In mehreren Bauabschnitten soll das beheizte Bad, beginnend nach der Saison 2021, generalsaniert und zukunftsfähig gemacht werden. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig. Bei den Fraktionen stieß das Sanierungs- und Umbaukonzept, das Bernd Mayer vom Ingenieurbüro Fritz Planung aus Bad Urach in der Sitzung am Donnerstagabend vorstellte, auf viel Zustimmung. 

Rund 5,7 Millionen Euro kostet die Sanierung. Die Gemeinde will deshalb einen Zuschuss aus dem Förderprogramm für die Sanierung kommunaler Einrichtungen für den Sport, Jugend und Kultur beim Land beantragen. Bis zu 45 Prozent der Kosten könnten finanziert werden.

Fliesenschäden

Dass große Teile des Freibads nicht mehr den Anforderungen entsprechen, machte das Sanierungs- und Umbaukonzept deutlich. Auch sonst beschäftigt die Verwaltung jedes Jahr aufs Neue, dass Anlage und Technik in die Jahre gekommen sind: Durch das Wasser sind Einbauteile beschädigt, Wasserrohre und Pumpen gehen kaputt. Fliesenschäden im Schwimmerbecken verursachen jedes Jahr Kosten zwischen 30 000 und 40 000 Euro. Die Filteranlage stammt noch aus der Zeit, als das Bad in den 1970er Jahren gebaut wurde, und muss bald ausgetauscht werden. Weil die neuen Filter viel Platz brauchen, reicht das Technikgebäude, in dem das Wasser aufbereitet wird, nicht mehr aus. Ein Neubau schlägt mit rund zwei Millionen Euro zu Buche und macht den Großteil der Gesamtkosten aus. 

Auch die Umkleiden entsprechen den Anforderungen nicht mehr, führte Bernd Mayer auf. Es gibt keine Toiletten oder Umkleiden für körperlich beeinträchtigte Besucher, und auch keine Sammelumkleiden. Die bestehenden Räume reichen aber aus, um zusätzliche Vorrichtungen einzubauen. Um das Freibad barrierefrei zu machen, sollen Rampen und Wege für Rollstuhlfahrer gebaut werden.

Die Maßnahmen könnten in fünf Bauabschnitten umgesetzt werden, die sich während des Bauvorhabens verschieben könnten, erklärte Andreas Vierling. Fest steht aber: Als erstes starten die Sanierungsarbeiten am Kiosk und der Küche, denn 2021 steht ein Pächterwechsel im Restaurant Stettenfels an. Dessen neue Betreiber führen auch den Freibadkiosk. Ab der Badesaison 2022 wäre der Bereich dann nicht nur saniert, sondern auch um eine Besonderheit reicher: Das Ingenieurbüro prüfte die Variante, den Kioskbereich aufzuteilen und rechts neben dem Eingang einen Zugang zu einem neuen Biergarten zu schaffen. Der vordere Teil der dortigen Garage, die als Werkstatt genutzt wird, soll zu einer WC-Anlage umgebaut werden.

Die neuen Kioskpächter haben „großes Interesse an diesen Plänen“, sagte Bürgermeister Vierling. Bei Karin Eichelroth (SPD)weckten sie Erinnerungen an die Zeit, als sie selbst im Kiosk „Schorlebecken“, wie er umgangssprachlich, gearbeitet hatte. „Das Konzept finden wir gut und können es mittragen, trotz der Wahnsinns-Summe.“

Naturbecken

Das Büro prüfte auch die Möglichkeit eines Naturbeckens, um den Donnbronner Bach begeh- und erlebbar zu machen. Planer Bernd Mayer hatte jedoch Bedenken: Der Bachlauf ist mit dem Regenüberlaufbecken verbunden. Zwar gebe es durch den Ablauf in den Donnbronner Bach weniger Betriebskosten, die Pflege wäre aber aufwendiger und teurer. Auch wäre eine zusätzliche Filteranlage nötig. 

 

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