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Hallen zu, eigenes Studio auf

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Corona – ein Virus, das die Welt seit knapp einem Jahr in Atem hält, Terminkalender durcheinanderwirbelt und Pläne zunichte macht. Das Sporthallen geschlossen lässt und Kontaktsportarten verbietet. Auch die Ittlinger Quentin, Cedric, Collin und Lennox Schenk mussten erfahren, wie von heute auf morgen kein Karate-Training mehr möglich war und so ihren sportlichen Ambitionen ein Dämpfer drohte. „Man hat ihnen in diesem Jahr alles genommen“, sagt Mutter Anita Schenk, „alle Meisterschaften sind ausgefallen.“ Zumal Kontaktsportarten wie Karate während des ersten Lockdowns länger verboten blieben, als etwa Fußball. „Kinder und Jugendliche sind mit die Hauptleidtragenden der Situation“, stellt die Mutter fest. 

Doch glücklicherweise hat das Quartett engagierte Eltern, die die sportlichen Ambitionen des Nachwuchses nach Kräften fördern. Kurzerhand wurden die Autos aus der Garage ausquartiert und der Unterstellplatz zu einer Übungshalle umfunktioniert. Was in den sechswöchigen Sommerferien als Behelfsquartier schon länger funktioniert, wurde für die Brüder während der erneuten Hallensperrungen zum Glücksfall.

Ambitionen

19, 17, 15 und 13 Jahre alt ist das Quartett und zum Aushängeschild des Eppinger Goju Ryu Karate Do geworden. Um es zu bleiben, ist tägliches Training unerlässlich. „Ich möchte einmal Deutscher Meister werden“, hat sich der 19-jährige Quentin vorgenommen. Gemeinsam mit dem zwei Jahre jüngeren Cedric war er schon bei Deutschen Meisterschaften am Start, auch Collin (15) und Lennox (13) durften bei U21 Meisterschaften auf Bundesebene ihr Können zeigen. 

„Wir trainieren täglich eineinhalb bis zwei Stunden“, erzählt Collin. „Als die Jungs in den Landeskader gekommen sind, haben wir überlegt, wie wir ihr ihnen beispielsweise in den Sommerferien eine Trainingsmöglichkeit schaffen können“, erinnert sich Anita Schenk, „und da hatten wir die Idee, die Garage mit einem Boden zu versehen, auf dem man bei Bedarf Matten auslegen kann.“

Muskelabbau

„Wenn man überhaupt nichts macht, baut man sehr schnell ab“, sagt Cedric, „gerade die Kraft lässt sehr schnell nach.“ Bruder Collin hat gemerkt: „Wenn ich nichts mache, dann fühle ich mich schlecht.“ Deshalb handelten die Brüder schon während des ersten Lockdowns im Frühjahr schnell. „Wir haben schnell gemerkt, dass wir einen geregelten Tagesablauf und einen Ausgleich brauchen“, sagt Cedric, „da die Schulen geschlossen waren, bestand die Gefahr, dass man nur rumliegt.“ 

Also entwarf Quentin einen Trainingsplan. Davor habe jeder etwas für sich gemacht: „Das war ein bisschen chaotisch.“ Der angehende Abiturient setzte zwei Einheiten pro Tag auf den Plan. Prioritäten wurden gesetzt, Laufeinheiten wechselten sich mit Kraft- und Techniktraining ab. „Wir haben noch einen Raum im Keller, den wir als Fitness- und Kraftraum herrichten wollen“, sagt Anita Schenk.

Auch die Trainer schauen ab und zu vorbei und geben Tipps. „Es hat von Anfang an gut geklappt“, berichtet Collin, dem jedoch, wie er zugibt, ein fremder Gegner fehlt. „Im Kumite werden verschiedene Kampfstile trainiert und wenn nur ein Gegner vorhanden ist, wird es mit der Zeit monoton“, weiß der 15-jährige, „deshalb muss ich Lennox immer sagen, was er machen soll.“ Auch aktuell trainieren die Brüder wieder in der heimischen Halle. „Da Unterricht ist, haben wir unterschiedliche Abläufe“, sagt Quentin, „jetzt hat jeder seinen eigenen Plan und wir sprechen uns ab, wer wann trainieren kann.“

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