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In der Stadtgalerie bedient jetzt ein Roboter

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Die Stadtgalerie, ein im März 2008 in Heilbronn eröffnetes Einkaufszentrum mit 13.000 Quadratmetern Verkaufsfläche auf drei Ebenen, steht vor einem Wandel.

„Das Center entwickelt sich mehr und mehr hin zu einem lebendigen Marktplatz für Wellness, Entertainment, Kosmetik und Beauty“, sagt Managerin Kitty Molnár bei einem Rundgang durch das Haus in der Fleiner Straße. Dabei reagiere das Einkaufszentrum „sehr flexibel auf neue Trends“.

Geschlossen haben wegen der Corona-Pandemie und damit einhergehenden Auflagen Frosty Cow (Frozen Yoghurt) im Eingangsbereich, zwei Nagelstudios und ein Augenbrauen-Kiosk. „Sie alle werden nach dem Ende des Lockdowns wieder öffnen“, sagt Molnár.

Von den 74 Geschäften im Center stehen derzeit acht leer. Das sind 10,8 Prozent. Aufgrund von Insolvenz haben der Hair Express , das Modegeschäft Esprit und das Dessousgeschäft Herzog & Bräuer zu gemacht. Die Bäckerei Kamps hatte schon vor Corona die Rollläden heruntergelassen.

Doch all zu lange soll der Leerstand keinen Bestand haben: „Für vier Flächen sind wir gerade in aussichtsreichen Abschlussgesprächen. Wichtig ist uns, dass der Branchenmix stimmt. Das kann dann schon mal etwas länger dauern“, sagt die Centermanagerin. Mit wem sie verhandelt, verrät sie nicht.

Im ersten Quartal 2021 sollen jedoch Flächen im Erd- und im Obergeschoss belegt werden. Neben dem Dessousgeschäft Hunkemöller im OG wird ein Gastro-Anbieter einziehen: „Er bringt ein Konzept mit, das es bislang in unserem Haus nicht gibt“, freut sich Kitty Molnár auf ein neues gastronomisches Angebot. Angesichts der Corona-Beschränkungen hat sie für alle acht im Center ansässigen Gastronomen ein dickes Kompliment parat: „Sie kämpfen um ihre Existenz und haben ihre Konzepte umgestellt. Ich bewundere sie.“

Stolz ist Molnár, eine gebürtige Ungarin, auf das neue MyApp Café im Eingangsbereich der Stadtgalerie. In der neun Quadratmeter großen Coffee-Bar bedient ein Roboter schnell und präzise Kaffeemaschinen und bereitet damit jeden Wunsch der Kunden – Espresso, Cappuccino, Milchkaffee, Kakao mit Sirup oder andere ausgefallene Wünsche – zu. Am Ende stellt der Roboter das Getränk zur Entnahme bereit. Auf Personal wird verzichtet, bezahlt wird per App. „Wir sind deutschlandweit der dritte Standort, an dem es MyApp Café gibt“, freut sich Molnár. Der Roboter nimmt heute seine Arbeit auf. Luftballons weisen auf das Prunkstück hin.

Für Centerflächen, die nicht so schnell vermietet werden können, kann sich Molnár Pop-up-Stores-Lösungen vorstellen: „Aktuell bin ich auf der Suche nach einem Fotografen und einem Künstler, der gerne einen Raum hätte und seine Geschäftsidee eventuell für ein halbes Jahr ausprobieren möchte“, wirbt sie für ihre Idee.

Einigermaßen zufriedenstellend fällt ihr Corona-Fazit bis jetzt aus: „Wir sind, was die Frequenz anbelangt, zwar noch nicht wieder auf Vorjahresniveau, haben aber zwei Drittel der Kundenzahl wieder erreicht“, betont Kitty Molnár. So habe es zuletzt Samstage gegeben, an denen die Zählanlagen an den Centereingängen rund 22.000 Menschen in Summe registriert hätten. 

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