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Kreis und Stadt sehen Entspannung beim Schülerverkehr

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Nach wie vor gibt es Beschwerden, weil sich Schüler vor und nach Unterrichtsbeginn in Busse drängen müssten. Landkreis und Stadt Heilbronn haben reagiert und zusätzliche Busse eingesetzt. Vonseiten der Schulen gibt es Lob für die Bemühungen. Die Möglichkeit, die Situation durch abgestuften Unterrichtsbeginn zu entschärfen, nutzen indes nur wenige. 

Verstärkt

Was nützen ausgefeilte Hygienekonzepte, wenn Schüler in Bussen und Bahnen dicht gedrängt stehen? Das fragten einige Eltern, solche Klagen gibt es nach wie vor. Nach Ansicht des Heilbronner Landratsamts hat sich die Situation aber deutlich entspannt. „Es passt mit den Kapazitäten“, so die Einschätzung beim Amt für Mobilität und Verkehr. In den Sommerferien hat sich die Kreisbehörde mit Busunternehmen beraten. Zum Unterrichtsbeginn nach den Ferien Mitte September gingen demnach 15 zusätzliche Busse an den Start. Mittlerweile sind es den Angaben zufolge 20 Extra-Busse auf 38 Verbindungen. „Damit haben wir im Vergleich zu den anderen Aufgabenträgern unseres Verbundgebiets und über das Verbundgebiet hinaus ein sehr weit über den Schnitt hinausgehendes Angebot geschaffen“, sieht sich die Kreisbehörde mehr als im Soll. 

Konkret gibt es derzeit neun sogenannte Verstärkerfahrten im Leintal, acht im Schozach- und Bottwartal, sieben sind es im Kochertal, sechs im Zabergäu. Auf der Tour in die Bäderstädte sind fünf zusätzliche Fahrten im Schülerverkehr vorgesehen, zwei im Sulm- und eine im Leintal. Derzeit werde wieder der Bedarf abgefragt. Man könne noch draufsatteln, vorausgesetzt es stehen genug Busse und vor allem Fahrer parat. Der Kraftakt kostet das Landratsamt nach eigenen Angaben zwischen 5000 und 6000 Euro am Tag zusätzlich. Das Land hatte angekündigt, fast die kompletten Mehrkosten zu ersetzen.

Weniger voll wären die Busse, würden die Schulen den morgendlichen Unterrichtsbeginn staffeln. Nur wenige tun das. „Wir würden uns mehr Entzerrung wünschen“, heißt es aus der Kreisbehörde. In Heilbronn haben Schüler der Helene-Lange-Realschule, der Heinrich-von-Kleist-Realschule und des Justinus-Kerner-Gymnasiums versetzten Unterricht. „Die Staffelung ist sehr aufwendig“, betont Melanie Haußmann, geschäftsführende Schulleiterin in Heilbronn und Rektorin der Kleist-Realschule. Ihre Schule könne relativ autark entscheiden. Andere seien miteinander verflochten, was etwa die Turnhallennutzung angeht. Das mache eine Staffelung noch schwieriger.

Anerkennung

Im Stadtgebiet sind morgens und mittags je vier Verstärkerfahrten im Einsatz, die von den Verkehrsbetrieben der Stadtwerke Heilbronn ausgeführt werden. Zudem gibt es zusätzliche Fahrten zum Lehrschwimmbecken nach Frankenbach. „Die Stadtwerke tun alles, was in ihrer Macht steht“, betont Schulleiterin Haußmann. „Sie haben sehr flexibel reagiert.“ 

Auch Christoph Eberlein weiß um die Komplexität der Stundenplan-Gestaltung. „Für die Schulen ist das die Quadratur des Kreises“, sagt der Vorsitzende des Heilbronner Gesamtelternbeirats. Die Busse, so seine Beobachtung, seien zum Teil am Morgen sehr voll. Aber auch der verstärkte Hol- und Bring-Verkehr vor den Schulen sei ein Problem. Sein Appell an die Eltern: „Bitte die Schüler nicht mit dem Auto bis vor die Tür fahren.“

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