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Kreistag stimmt Zuschuss für den Bahnhof zu

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Der Landkreis Heilbronn beteiligt sich an den Kosten für den barrierefreien Ausbau des Lauffener Bahnhofs. Das hat der Verwaltungsausschuss des Kreistags jetzt einstimmig beschlossen. „Mit der Faust in der Tasche stimmen wir zu“, so Landrat Detlef Piepenburg. Damit ist der Weg frei für den Bau zweier Aufzüge auf dem Gelände des Bahnhofs. Der Baubeginn ist im März kommenden Jahres geplant. 

Verhandlungen

Ein Aufzug Richtung Stadt und ein Aufzug am Mittelbahnsteig – die Projektkosten für die Modernisierung des Bahnhofs liegen inzwischen bei knapp 2,5 Millionen Euro. Nach Verhandlungen mit dem Land und dem Regierungspräsidium ist es dem Lauffener Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger gelungen, die höchstmögliche Förderquote für diese Maßnahme zu erzielen. Landrat Detlef Piepenburg rechnet somit derzeit mit einer Gesamtfördersumme von knapp 1,2 Millionen Euro

Bei der Stadt Lauffen verbleibt damit ein kommunaler Anteil von rund 1,3 Millionen Euro. Daran beteiligt sich der Landkreis mit 50 Prozent. Demnach bezahlen sowohl die Stadt als auch der Kreis jeweils rund 650 000 Euro. „Das ist für unsere Stadt eine harte Nuss“, sagt Bürgermeister Waldenberger. An den Aufzügen führe aber kein Weg vorbei. Würde die Kommune auf das Modernisierungsprogramm der Bahn setzen, „wären wir wahrscheinlich bei 17 Jahren. Das ist keine Option“, so das Lauffener Stadtoberhaupt.

Nico Morast, Sprecher der CDU-Fraktion im Kreistag sieht auch „die Notwendigkeit der Maßnahme“. Er kritisiert allerdings, dass sich die Deutsche Bahn nicht an den Kosten beteiligt. In das gleiche Horn stößt auch Dr. Michael Mühlschlegel, Fraktionssprecher der FDP im Kreistag und Lauffener Gemeinderat. Er bat das Gremium zuzustimmen, „obwohl wir etwas übernehmen müssen, was Aufgabe des Bundes ist“, so Mühlschlegel.

Denn auch der Lauffener Bahnhof befindet sich im Eigentum der Deutschen Bahn – und damit des Bundes. Die Bahn hat sich zwar bereit erklärt, die Baumaßnahme auszuführen. „Sie ist aber nicht bereit, sich an der Finanzierung zu beteiligen“, sagt Waldenberger.

Dem Landkreis bliebe letzten Endes also nichts anderes übrig, als „diese Kröte zu schlucken“, so Piepenburg. Damit meint der Landrat nicht nur die Finanzierung, sondern auch die Kostensteigerung. Das Projekt wird bereits seit 2012 geplant. Die erste Berechnung aus dem Jahr 2013 ging noch von Gesamtkosten von rund 960 000 Euro aus. In der Entwurfsplanung von 2016 wurden die Kosten schließlich mit bis zu 1,3 Millionen Euro angegeben. Eventuelle Kostensteigerungen bis zum Baubeginn wurden damals nicht berücksichtigt.

Sperrpausen

Inzwischen sind die Kosten auf knapp 2,5 Millionen Euro angestiegen. Gründe hierfür seien „technisch aufwendigere Verbaulösung für die beiden Aufzüge im Hinblick auf die knappen Sperrpausen und die begrenzte Bauzeit am Mittelbahnsteig“, berichtet der Landrat. Hinzu kämen bislang noch nicht berücksichtigte Kosten für den erforderlichen Oberleitungsbau am Mittelbahnsteig. Ob es am Ende bei den rund 2,5 Millionen Euro Gesamtkosten bleibt, ist noch unklar. 

Bereits 2013 wurde der Baubeginn auf den 1. März 2021 festgelegt. „Es kann einen schon verwundern, wie lange so ein Projekt dauern kann“, sagt Waldenberger. Allein für die Planfeststellung wurden 622 Tage anberaumt. Die Arbeiten sollen Ende Juli abgeschlossen sein.

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