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Musiker proben, aber nicht im Orchester

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Wegen Corona fällt für viele Kinder das geliebte Training im Sportverein aus. Die großen Auftritte mit der Musikschule sind bis auf weiteres gestrichen. Und die altersgemischte Theater-AG an der Schule ist ebenfalls auf Eis gelegt. Doch ganz zum Erliegen kommen die Angebote für die Kinder zum Glück nicht. 

Viel Normalität

Ins Bad Friedrichshaller Friedrich-von-Alberti-Gymnasium wollen Lehrer so viel Normalität reinbringen wie möglich, ist Direktorin Edeltraud Smolka sehr dankbar. Zur Normalität an einer Schule gehört für sie gerade auch das Miteinander. „Schule ist mehr als eine Lernfabrik.“ Kollegen leisteten deshalb „einen großen Mehraufwand“, um den Kindern mehr zu bieten. Die Federführung liege bei Teresa Heinzmann, unterstützt wird sie von Cornelius Fauth und Judith Zöhrer. „Ich bin tief beeindruckt.“ Gesangschöre gibt es nicht, dafür aber Sprechchöre. Außerdem können sich die Kinder daheim beim Singen aufnehmen, Lehrer schneiden die Aufnahmen zu einem großen Stück zusammen. Ein Theaterstück ist im Werden, an dem das Elly-Heuss-Knapp- sowie das Theodor-Heuss-Gymnasium aus Heilbronn beteiligt sind. 

In der Vorweihnachtszeit gibt es in Bad Friedrichshall einen „musikalischen Adventskalender“, freut sich Smolka. Per QR-Code können sich die Gymnasiasten die Videos anschauen. An der Jugendmusikschule Öhringen und der Musikschule Neckarsulm findet weiterhin Einzel- und Gruppenunterricht statt – „konsequent gemäß der Corona-Verordnung des zuständigen Ministeriums unter Beachtung der in der Stadt geltenden Regeln und unter regelmäßig kontrollierter Einhaltung unseres Hygieneplans“, sagt Jochen Hennings, Musikdirektor und Schulleiter der Neckarsulmer Einrichtung. „Zusätzlich haben wir Gruppen verkleinert und die Aufenthaltsdauer, zum Beispiel bei Gruppenproben, zeitlich begrenzt.“ Alle Instrumente können gespielt werden, allerdings gelten differenzierte Regeln. „So müssen die Beteiligten am Blas- und Gesangsunterricht größere Abstände einhalten, Trennwände benutzen und im rechten Winkel zueinander stehen.“ Unterricht findet also statt, es gibt aber eine Kehrseite: „Wir bedauern, dass sich wegen der Pandemie soziale Kontakte reduzieren“, betont der Schulleiter. „So können unsere großen Ensembles und Orchester momentan nicht zusammenkommen und auch nicht auftreten.“ Er weiß: „Dies ist ein herber Verlust für die nach Gemeinschaft und sinnhaftem Tun strebenden jungen Menschen.“

Jugendhäuser

Die Diakonische Jugendhilfe Region Heilbronn verantwortet Jugendhäuser und Schulsozialarbeit in vielen Kommunen. „Die Jugendhäuser sind während des Teil-Lockdowns offen“, sagt Tobias Dobler (Fachbereichsleitung in der Kommunalen Kinder- und Jugendförderung). Man wolle Kindern einen Ort bieten, an dem sie ihre Sorgen und Nöte loswerden können und Abwechslung erhalten. Es gelten strenge Regeln, beispielsweise dürfen nur kleine Gruppen kommen. „Um trotzdem für möglichst viele junge Menschen da sein zu können, sind unsere Mitarbeiter auch aufsuchend unterwegs und halten so den Kontakt mit den Jugendlichen im öffentlichen Raum.“ Außerdem kooperiert die DJHN mancherorts mit Schulen und hat Angebote für Klassen in den Mittagspausen. 

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