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Ohne Schulsozialarbeit geht es nicht mehr

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Ohne die beiden Schulsozialarbeiterinnen wäre der Alltag an unserer Schule nicht mehr zu bewältigen, sie sind eine Bereicherung“, betonte Peter Wetter, Gemeinderat und Schulleiter der Wüstenroter Georg-Kropp-Gemeinschaftsschule (GKGS).

In der Tat beeindruckten die Tätigkeitsberichte der beiden Schulsozialarbeiterinnen Angelika Specht-De Paolis und Marita Fritz die Gemeinderäte durch das vielfältige Aufgabenspektrum, das erledigt wird. Schulsozialarbeiterin Marita Fritz stellte die Berichte für das Schuljahr 2019/2020 stellvertretend für ihre erkrankte Kollegin Angelika Specht-De Paolis vor. „Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist die Beratung von Schülern, Lehrern und Eltern, wie man Konflikte vermeiden und lösen kann. Dafür haben wir viele Einzelgespräche geführt“, berichtete Marita Fritz. 

Einzelberatungen

An der Grundschule in Neuhütten fanden 38 Beratungen mit Schülerinnen und Schülern statt. An der GKGS Wüstenrot gab es 31 Einzelberatungen. „Viele Schüler suchen unsere Hilfe bei Pausen- und anderen Streitigkeiten, die sie nicht selbst lösen, aber mit unserer Unterstützung aufarbeiten können“, erläuterte Fritz. Zugenommen habe auch die Zahl der Schüler, die Probleme haben, die in Patchwork-Familien und bei Familien Alleinerziehender auftreten. 

Gerade Kinder würden an Beziehungsabbrüchen zu einem Elternteil oder an der neuen Situation mit Stiefeltern und Stiefgeschwistern leiden.

„Der Ausbruch der Corona-Pandemie und ihre Folgen haben die Beratungssituation stark verändert, weil die sonst täglich jederzeit möglichen Kontakte zwischen Schülern und Sozialarbeiterinnen nicht mehr stattfinden konnten. „Die Schulsozialarbeit versuchte einzelnen Schülern und Familien dahingehend zu helfen, dass diese telefonisch, auf einem Spaziergang oder im Garten per Videokonferenz erzählen konnten, was sie belastet“, erzählte Marita Fritz. Hilfe gab es für Eltern und Familien: Es sei besprochen worden, welche Regeln und Vereinbarungen nötig sind, um die Zeit des Lockdowns einigermaßen gut zu überstehen.

Hilfreiche Methoden: Einrichtung eines Familienrats oder Wechsel der Perspektive in einer Situation mit der Methode des zirkulären Fragens. „Wir haben gut mit Lehrern, dem Jugendamt und anderen Stellen zusammengearbeitet“, so Fritz. 37 Erziehungsberechtigte habe die Schulsozialarbeit an der GKGS beraten, an der GS waren es 34. Je zwei Vorträge wurden an jeder Schule für Eltern angeboten. Die Schulsozialarbeit sei in den Wochen der Einschränkung durch die Pandemie ab April täglich an der GKGS in der Notbetreuung aktiv gewesen. Wichtige Projekte der Gruppenarbeit mit Schülern zur Förderung sozialer Kompetenzen, zur Konfliktfähigkeit und zur Gewaltprävention waren „Konzept Gewaltprävention“, „Klassenrat“, „Vertrauensschüler“, „Pausenengel“ und „Mobbing“ mit 80 Teilnehmenden an der GKGS gewesen.

Pause

Im Corona-Lockdown hatten die Pausenengel Pause“, so Fritz. An der GS Neuhütten standen bei der Gruppenarbeit „Soziales Lernen“ in Klasse 1 und 2, dazu Klassenrat, Pausenengel, Schülerrat, Schulversammlung sowie eine Gruppe für Kinder aus Scheidungs- und Trennungsfamilien auf dem Programm. „Es gab AG-Angebote im Rahmen des Ganztagsunterrichts, eine Gruppe für geflüchtete Kinder sowie Workshops an der GKGS in Wüstenrot für Jungen und Mädchen“, erklärte Marita Fritz. 

Nicht viel Zeit habe durch Corona für ein Herzstück der Schulsozialarbeit, die Vertrauensschüler, zur Auffrischung des Wissens zur Verfügung gestanden. 13 Jugendliche hat die Schulsozialarbeit im vorhergehenden Schuljahr ausgebildet. „Wir planen in Zusammenarbeit mit dem Jugendreferat und den Kollegen einen Anti Rassismus-Arbeitskreis unter dem Motto Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“, erklärte Marita Fritz. 

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