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Platz in Klassenzimmern wird eng

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Kann die Michael-Beheim-Gemeinschaftsschule (MBGS) künftig dauerhaft dreizügig geführt werden? Das ist für Kommunalberater Jürgen Mühlbacher von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung Stuttgart (KE) die entscheidende Frage für die Entwicklung eines zukünftigen Schulraumkonzepts. Auf knapp 16 000 Euro beläuft sich das Angebot der KE, das die Basis für eine Raumplanung der Gemeinschaftsschule schaffen soll. 

Die Grundlagenplanung soll der Kommune den Einstieg in eine Schulentwicklung für die Gesamtgemeinde, wie vom Gemeinderat gefordert, erleichtern. „Demografisch kommt einiges auf Sie zu“, sagte Mühlbacher. Weitere zahlenstarke Jahrgänge rückten in die Grundschule auf und führten zu nochmals steigenden Schülerzahlen sowie zu zusätzlichem Bedarf an Räumen. Die Schulförderrichtlinien würden die heutigen Anforderungen nicht mehr abdecken.

Herausforderungen

Eine Grundschulförderklasse und das Thema Inklusion seien neue Herausforderungen. „Neben der Vorausberechnung der Schülerzahlen und der Entwicklung des Schulprofils werden wir ein Raumschema erstellen“ , erläuterte der KE-Berater. Wie die vorhandenen Bauten genutzt werden, welche Optionen es für zusätzliche Verwendungen gibt und wo Neubaubedarf besteht, seien Fragen, welche die KE in Zusammenarbeit mit Schule und Gemeinde beantworten wolle. Dabei habe er auch die Förderung der Maßnahmen im Blick. „Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob die Gemeinschaftsschule in der Sekundarstufe zwei- oder dreizügig geführt wird.“ Auch die regionale Schulentwicklung spiele eine wichtige Rolle. Dies sei ein schwieriges Thema, das ohne Einbindung des Schulträgers nicht zu klären sei und in Absprache mit dem Schulamt geklärt werden müsse, so Mühlbacher. Sein Zeitplan sehe die Analyse des Raumprogramms bis Mitte Januar 2021 vor. „Dann könnte die Projektgruppe in der zweiten Januarhälfte erstmals tagen“, erklärte Jürgen Mühlbacher. Ein Maßnahmenprogramm könne ab Mitte März mit dem Schulträger abgestimmt werden. Ob es möglich sei, schon in der Aprilsitzung des Gemeinderats die Ergebnisse vorzustellen, fragte Monika Steg (SPD). „Wenn es früher geht, ziehen wir das vor“, sagte der Kommunalberater. Die kommunale Schulentwicklung und die Aufnahme auswärtiger Schüler in die Gemeinschaftsschule machte mehrere Gemeinderäte hellhörig. 

Ob es im Zuge der Förderung einen Schutz für Gemeinden gebe, die viel Geld ausgeben, wollte Alexander Heinrich (FWV) wissen. „Ein Förderrisiko besteht immer, wenn man nicht dauerhaft dreizügig bleibt“, erklärte Mühlbacher. „Es ist die Entscheidung des Gemeinderats, ob er den Wünschen der Schule nachgibt“, sage Ulrich Hohl (FWV). Bei jedem Schüler lege die Gemeinde drauf. „Wir erhalten 1300 Euro Sachkostenzuschuss pro Schüler, das sind insgesamt 338 000 Euro. Wir haben aber Kosten von 725 000 Euro“, erklärte Kämmerin Margit Birkicht.

Leitbild

Peter Dossow (SPD) betonte: „Wir haben in unserem Leitbild und in dem Gemeindeentwicklungskonzept festgelegt, dass jeder Zugang zu Bildung und Betreuung haben soll. Ich will nicht gegen unser Leitbild stimmen.“ Armin Waldbüßer (Grüne) lehnte eine Diskussion, wie viele auswärtige Schüler die Gemeinschaftsschule besuchen dürfen, ab: „Ich tue mich mit dem protektionistischen Denken im Bildungsbereich schwer.“ Abgelehnt wurde der Vorschlag von Schulleiter Eric Sohnle, auf die Aufstellung von drei Klassenzimmercontainern zu verzichten. Zudem sprach sich das Ratsgremium mehrheitlich dagegen aus, die Ergebnisse der KE-Untersuchung im April nächsten Jahres abzuwarten, um Mietkosten zu sparen. 

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