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Regionalexpress bleibt unterbrochen

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Eine durchgehende Zugverbindung von Mannheim über Heilbronn nach Stuttgart und Tübingen: Das war der Plan für die von Abellio betriebene Regionalexpress-Linie 10. Dass Fahrgäste wohl doch weiter in Heilbronn umsteigen müssen, stößt im Neckar-Odenwald-Kreis auf Kritik. Derweil ist die Interessenlage in Gemeinden nördlich von Heilbronn zum Teil eine andere. 

Von einem Zug in den Nächsten

Zug wechseln in Heilbronn: Das heißt es für alle, die aus Richtung Mannheim und Mosbach kommen und weiter nach Stuttgart oder Tübingen wollen. Zum Umsteigen bleiben wenige Minuten. Abellio hat die Linie RE 10 in Heilbronn gekappt. Das sollte sich eigentlich bald ändern. Dann war geplant, dass Züge auf der langen Strecke von Mannheim über Heilbronn nach Tübingen und retour durchfahren. 

Doch das Land als Auftraggeber für den Schienenverkehr hat hiervon Abstand genommen. Im Sinne „einer besseren Betriebsqualität“ wolle man die Strecke nicht durchbinden, hieß es aus dem Stuttgarter Verkehrsministerium. Unter anderem die Baustellen rund um den Knoten Stuttgart erhöhten das Risiko, dass sich Verspätungen aufschaukelten. Achim Brötel, Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises, hatte in einer Pressemitteilung Anfang November deutlich protestiert.

Insbesondere der Raum Mosbach werde durch die Kappung um eine wichtige Direktverbindung in die Landeshauptstadt gebracht. Es stünden Gespräche mit dem Ministerium an, hieß es gestern im Landratsamt. Das bestätigte ein Sprecher des Verkehrsministeriums unserer Zeitung, betonte aber auch, an der sachlichen Einschätzung habe sich nichts geändert. Die Diskussion tangiert in erster Linie Reisende aus dem Raum Mosbach. Mit Gundelsheim und Offenau liegen auch zwei Gemeinden des Landkreises Heilbronn an der Strecke, hier hält der Express meist ohnehin nicht. Die Ausnahmen: Morgens im Berufsverkehr gibt es zwei direkte Verbindungen nach Stuttgart mit Zustieg in Gundelsheim und Heilbronn. Sie bleiben erhalten, unabhängig davon wie die RE-Debatte ausgeht.

Häufigere Stadtbahnen

In Gundelsheim war gestern niemand für eine Einschätzung zu erreichen. Offenaus Bürgermeister Michael Folk spricht für seine Gemeinde von einem „guten Mix“. Es gibt die erwähnten Direktzüge, Stadtbahnanschluss an die S41 und zudem Zubringerbusse zu weiteren Regionalverbindungen in Bad Friedrichshall-Jagstfeld. Offenau als Regel-Halt des RE stehe weniger auf dem Wunschzettel, sagt Folk. „Eher häufigere Stadtbahnen.“ Ziel sei ein Halbstundentakt statt – wie derzeit die Regel – eine S41 pro Stunde.

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