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Tablets stehen oben auf der Wunschliste

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Übertrieben ließe sich sagen: Corona sei Dank hat sich die oft maue digitale Ausstattung der Schulen im Land ein Stück verbessert. Nun sollen laut Kultusministerium Schulen 40 Millionen Euro als Unterstützung erhalten, um die Corona-Pandemie besser zu meistern. In einer Mitteilung ist von 3000 Euro pro Schule die Rede, bei größeren Schulen soll noch eine Pauschale hinzukommen. Im Fokus stehen Investitionen im digitalen Bereich wie Laptops oder Unterstützung bei der Lüftung der Schulräume. 

Warten

„Wir freuen uns natürlich“, sagt Marcus Mader, Schulleiter der August-Weygang-Gemeinschaftsschule. Schon mit den Sofortmaßnahmen im Frühjahr sei viel auf den Weg im Bereich Digitalisierung gebracht worden. Im Moment wartet die Öhringer Schule noch auf die damals bestellten Tablets. 30 Geräte stehen derzeit für 300 Schüler zur Verfügung. Daran will man nun mit den neuen Geldern anknüpfen und vor allem die Vernetzung in den sogenannten Lernhäusern verbessern. Mader betont: „Vor allem WLAN wäre sehr wichtig.“ Die Lüftung steht indes nicht auf der Liste, da man im Schulhaus gut lüften könne und Mader meint: „Die Lieferzeiten für solche Geräte sind sehr lange.“ Die Kaufmännische Schule in Öhringen ist mit ihrer digitalen Ausstattung zufrieden und möchte mit dem Geld das Niveau halten. „Wir müssen nun schauen, wie hoch der Betrag letztlich ist“, sagt Schullleiter Matthias Kyek. In Abstimmung mit dem Landratsamt soll auch die bessere Raumluft eventuell ein Thema sein. 

Volker Dörfler, Schulleiter der Mörike-Realschule in Heilbronn, will das Kollegium stark einbinden bei der Entscheidung. Auch er findet es wichtig, die Schule mit WLAN auszustatten, zudem würde er Tablets für Schüler anschaffen. Im Moment gibt es an der Schule mit rund 700 Schüler 100 Tablets. Tendenz ist allerdings steigend. Er gibt jedoch zu bedenken: „Es bringt natürlich nichts, jeden mit Endgeräten auszustatten, wenn niemand hilft, das wird viel zu oft vergessen.“ Solche Probleme wie auch die Breitbandausstattung sollten seiner Ansicht nach öfter hinterfragt werden, ebenso wie die Folgekosten, die aus der Anschaffung entstehen.

Unterstützung

Auch Eva Happold, Schulleiterin der Grünewaldschule in Heilbronn, möchte noch mehr Endgeräte beschaffen, denn es sei noch viel Luft nach oben. Auch sie mahnt, sich nicht nur auf die technische Ausstattung zu verlassen. Man müsse noch mehr leisten, wie den technischen Support oder die Grundversorgung mit WLAN. 15 Laptops seien momentan ohne Betriebssystem vorhanden sowie 37 Tablets als Leihgeräte für Schüler. Insgesamt sind es 270 Schüler. Ein digitaler Fernunterricht sei im Moment unter den Bedingungen nicht möglich. Dazu kommt: Viele Familien hätten nur ein begrenztes Internet-Datenvolumen. Wie das Geld des Ministeriums nun verteilt wird, entscheiden die Schulträger zusammen mit den Schulen. Im Schul-, Kultur- und Sportamt in Heilbronn wird ein gemeinsamer Warenkorb erstellt. Das heißt, in Abstimmung mit den rund 35 Schulen, für die der Schulträger verantwortlich ist. Anschließend gibt es eine Sammelbestellung, erklärt Amtsleiterin Karin Schüttler. Bisher steht alles rund um Digitalisierung, von Geräten bis zur Videotechnik, aber auch Plexiglasscheiben für Lehrerarbeitsplätze oder Co2-Messgeräte, die die Schulen beim Lüften unterstützen sollen, auf der Liste. Auch das Landratsamt Heilbronn als Schulträger für berufliche Schulen und Sonderschulen will eine gemeinsame Bestellung auf den Weg bringen. 

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