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Warten auf das WLAN

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„Die neuen Laptops sind einfach cool“, meinen die beiden Drittklässler Lea und Noah, als Schulleiterin Heike Harfensteller und Fachlehrerin Katrin Werz der Klasse die neuen Laptops der Manfred-Kyber-Grundschule in Löwenstein vorstellen. „Diese neuen Computer haben wir mit dem Geld aus dem Corona-Soforthilfeprogramm angeschafft, das die Stadt Löwenstein erhalten hat, um sie bei Bedarf für Homeschooling an unsere Grundschüler ausleihen zu können“, berichtet Heike Harfensteller.

Umfrage zum Homeschooling

9000 Euro hat die Stadt als Zuschuss erhalten und in die neuen Laptops mit Mikrofon und Kamera inklusive Maus und Taschen investiert. „Wir haben eine Elternumfrage zum Homeschooling gemacht und als Rückmeldung erhalten, dass 30 Kinder kein geeignetes mobiles Gerät zu Hause haben“, erzählt die Schulleiterin.

Zur Umsetzung des von 2019 bis 2020 in der Schule entwickelten Medienentwicklungsplans (MEP) fehlt noch einiges an Infrastruktur in der Schule. „Das WLAN ist das Allerwichtigste“, meint Katrin Werz.

Ausgebildete Medienberaterin entwirft den Plan

Die Fachlehrerin mit Zusatzausbildung zur Medienberaterin der Manfred-Kyber-Schule managt als Administratorin die EDV-Ausstattung der Grundschule. Die Telekom hat die Grundschule mit einem VDSL-100-IP-Anschluss für eine schnelle Internetanbindung ausgestattet. Das WLAN und die gesamte Vernetzung des Schulgebäudes soll nun aus den genehmigten Mitteln des Digitalpakts Schule finanziert werden.

„Weil das Landesmedienzentrum den MEP unserer Grundschule genehmigt hat, wurden der Stadt 36 500 Euro Förderung bewilligt“, berichtet Löwensteins Hauptamtsleiterin Carolin Hübner. Die Stadt habe das WLAN und die weitere IT-Verkabelung der Schulräume ausgeschrieben. „Die Entscheidung über die Auftragsvergabe wird in der nächsten Gemeinderatssitzung fallen“, kündigt Hübner an. Rund 40 000 Euro werde es kosten.
Die bewilligte Förderung aus dem Digitalpakt Schule reiche nicht ganz, daher werde die Stadt für das förderfähige WLAN einen zusätzlichen Zuschussantrag stellen. „Künftig wollen wir in jedem Klassenzimmer Netzwerkanschlüsse und WLAN-Zugang, dazu eine Dokumentenkamera, Leinwand und einen Bildschirm haben“, berichtet Katrin Werz. Eine Lehrerfortbildung sei bereits erfolgt.

Mit Moodle geht Löwenstein mit der Zeit

Bedarf zur Modernisierung besteht auch bei den 40 veralteten Schullaptops. „Diese Rechner laufen teilweise nicht mehr mit dem neuen Windows-10-Betriebssystem“, erklärt Katrin Werz. „Nun wollen wir die Lernplattform Moodle installieren, um mit unseren 115 Schülern auch zu Hause kommunizieren zu können“, erläutert die Medienberaterin. „Eigentlich lieben wir es, traditionell zu unterrichten, aber wir gehen auch gerne mit der Zeit“, sagt Katrin Werz.

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