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In den vergangenen Monaten hat sich viel getan auf dem Sportgelände „Obere Lachen“. Über 100 Helfer der Sportvereinigung Oedheim (Spvgg) haben in 2000 freiwilligen Arbeitsstunden ordentlich in die Hände gespuckt und dem Platz eine Verjüngungskur verpasst. Es ist die erste große Maßnahme nach über 40 Jahren. Die Vereinsmitglieder der Spvgg arbeiten dabei eng mit dem Architekturbüro Plankonzept aus Brackenheim, dem Garten- und Landschaftsbauunternehmen Becker aus Zuzenhausen und der Firma Hollandsports zusammen, um das Gelände zukunftssicher zu machen. Highlight des aufgewerteten Areals , das Ende Oktober in Betrieb gehen soll, ist der neue Kunstrasenplatz. Kosten der Maßnahme: 1,5 Millionen Euro. Die Gemeinde erhält dafür eine Förderung vom Land in Höhe von 130 000 Euro. 80 000 Euro steuert der Verein bei.

Bolzplatz und Bouleanlage

Aktuell wird in jeder Ecke des Geländes gearbeitet. Am Rand des Rasenspielfelds sind Piotr Gapski und Rico Dörr zugange. Gemeinsam verlegen sie neuen Rollrasen auf der Fläche. Allerdings nur an der Rasenkante. „Den Platz gibt es seit 1979. Er wurde von der Gemeinde gut gepflegt, daher ist hier ansonsten keine Ausbesserung notwendig“, erklärt Fußball-Abteilungsleiter Alfred Loleit. Um den Rasen zu schonen, wurde er zudem bei Regenwetter stets abgesperrt.

Am Rand des Rasenfelds entsteht ein öffentlicher Bolzplatz. „Das war der Wunsch von Kindern und Jugendlichen“, erklärt Loleit und ergänzt, dass die Fläche auch als Festplatz genutzt werden soll. Einige Meter weiter, wo früher die Weitsprunggrube eingelassen war, gibt es jetzt eine Bouleanlage mit sechs Plätzen. „Wir wollen diesen Bereich bis zum 3. Oktober fertig haben, damit das Boule-Turnier stattfinden kann.“ 40 bis 50 Teilnehmer werden erwartet. Loleit ist optimistisch, dass die Rechnung aufgehen wird.

Hand in Hand

Alle Zäune und Ballfänge wurden ausgetauscht. Die Weitsprunggrube wurde verlegt und befindet sich jetzt angrenzend an die 100-Meter-Bahn. Der rote Belag der Tartanbahn war komplett abgelaufen. Inzwischen ist ein neuer Asphalt aufgetragen, in Kürze folgt die Gummischicht.
Auch die 40 Jahre alten Wege um den Platz waren schon lange nicht mehr verkehrssicher.

Mitarbeiter der Firma Becker haben sie deshalb herausgerissen, neu angelegt und eingefasst. „Bis jetzt war es ein reibungsloser Ablauf“, berichtet Baustellenleiter David Oemler und lobt die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Vereinsmitgliedern. „So ein Engagement habe ich noch nie erlebt.“ Alles gehe Hand in Hand. „Die Firma bereitet die Wege vor, und wir vom Verein übernehmen anschließend die Pflasterung“, erklärt Alfred Loleit. Die Freiwilligen seien Amateure, doch durch die guten Ratschläge der Firma habe man sich stetig verbessert und viel Erfahrung gesammelt. Die Tribüne ist nun etwas kürzer als zuvor, doch dafür kann man wieder sicher auf ihr stehen.

Der mit kleinen Bäumen und Unkraut bewachsene Wall am Gerätehaus wurde gerodet. An seiner Stelle ist nun eine Fläche eingezeichnet. „Um diesen Bereich wird das Gerätehaus erweitert“, erklärt Loleit. Später soll hier das Pflegegerät für den Kunstrasenplatz untergestellt werden, das von der Gemeinde finanziert wurde. „Wir werden extra einen Platzwart einstellen, der sich um den Kunstrasen kümmert.“

Sponsoren gesucht

Der Kunstrasenplatz sorgte im vergangenen Jahr für einige Diskussionen im Gemeinderat. Letztlich wurde er mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung genehmigt. Voraussetzung war aber, dass es ein Modell ohne umweltbelastendes Mikrogranulat ist. Die Vereinsmitglieder entschieden sich daher für die Variante Quarzsand.

Die 65 000 Quadratmeter große Kunstrasenfläche ist bereits verlegt. Bei genauerem Hinsehen erkennt man zwischen den Fasern den feinen Sand. Mitarbeiter der Firma Hollandsports kleben gerade die restlichen Markierungen für die Coaching-Zone ein. „Für die neue Auswechselbank am Kunstrasenplatz suchen wir noch Sponsoren“, merkt Alfred Loleit an.

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