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Erste Hallenbäder öffnen wieder

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Die Freibadsaison endet, den Schwimmern stehen die ersten Bahnen unterm Dach zur Verfügung. Im nördlichen Landkreis Heilbronn ist das Aquatoll-Sportbad das erste, das öffnet. Kommunen wie Bad Rappenau und Heilbronn folgen in Kürze. 

Zwei Meter tief

Seit dem Wochenende ist das Aquatoll-Sportbad für Schwimmer geöffnet. Damit ist einerseits gesagt, dass sowohl die Sauna als auch der Freizeitbereich weiterhin geschlossen sind. Andererseits heißt das unmissverständlich: Nur Schwimmer können rein. Das zeigt Aquatoll-Mitarbeiter Tobias Laux bei einem Rundgang: Die Beckentiefe ist variabel. In einem Bereich, in dem Grundschüler sonst noch laufen können, ist jetzt nichts. Das Becken ist auf zwei Meter eingestellt. Grund dafür sind die landesweiten Corona-Regeln, die nur das Schwimmen gestatten. Und damit niemand versehentlich umherläuft, ist der Boden weit unten. Werktags können bis zu 40 Gäste pro 90-Minuten-Zeitfenster kommen, wochenends bis zu 80. Duschen ist erlaubt, allerdings nur vor dem Schwimmen.

Das begründet Tobias Laux mit dem Reinigen. Sind die Gäste im Wasser, wird der Sanitärbereich desinfiziert und abgeschlossen. So spart man sich Reinigungszeit bis zum nächsten Zeitfenster. Unklar ist, wann weitere Bereiche des Aquatolls öffnen. Vermutlich im Oktober befasst sich der Gemeinderat damit. Zuletzt war betont worden, dass wegen der zu erwartenden Kosten sowohl Sauna als auch Freizeitbecken erst einmal geschlossen bleiben. 

Anders sieht das in der Badewelt in Sinsheim aus. Dort ist die Sauna geöffnet. Seit dieser Woche sind sogar Aufgüsse wieder erlaubt, allerdings ohne Wedeln, so wie es die Corona-Verordnung vorsieht, betont Geschäftsleiter Stephan Roth. Neben der Sauna stehen auch Kurse, zum Beispiel Wassergymnastik, für Besucher offen. Die Badewelt hat seit dem 22. Juni geöffnet. Roth ist sehr zufrieden damit, wie gut das Hygienekonzept funktioniert. 

Kurse starten wieder

Das Freizeit- und Solebad Soleo in Heilbronn plant, am 1. Oktober zu öffnen. Sowohl Bad- als auch Sauna-Besuche sollen möglich sein, mit begrenzter Teilnehmerzahl und speziellen Zeitfenstern. Schwimmkurse werden ab nächster Woche im Hallenbad Biberach angeboten, sie sind allerdings schon ausgebucht. Auch das Soleo will im Laufe des Oktobers Kurse anbieten. Sobald klar ist, zu welchem Zeitpunkt Vereine und Schulen das Bad belegen werden, wird das Freizeit- und Solebad Öffnungszeiten und das Hygienekonzept öffentlich machen. 

Der Badebetrieb im Eppinger Hallenbad läuft seit Dienstag wieder. Das Bad ist auch offen für Schwimmunterricht und Vereine wie die DLRG. Schwimmkurse für Kinder und Fitnesskurse können aber noch nicht stattfinden. In Möckmühl sieht es danach aus, dass Badegäste ab Oktober wieder im Hallenbad schwimmen können. Schulen und Vereine dürfen vermutlich früher rein. Zurzeit würden die Hygienekonzepte mit den Verantwortlichen in den Gruppen abgesprochen, sagt Rathausmitarbeiterin Alexandra Mockler. Ein spontaner Besuch des öffentlichen Schwimmens wird aber nicht möglich sein: Die Stadtverwaltung plane, dass Besucher vorab übers Internet Zwei-Stunden-Zeitfenster buchen müssen. 

Der Innenbereich des Bad Rappenauer Rappsodie soll am 1. Oktober wieder öffnen. Sauna, Wellness, Sole und alle anderen Bereiche sind verfügbar – allerdings mit Einschränkungen. Wie im Freibadbetrieb, der bis zum 20. September verlängert wurde, wird es wieder Zeitblöcke geben, für die man sich online, per E-Mail oder telefonisch anmelden kann. Maximal 80 Personen können gleichzeitig das Rappsodie besuchen. Wellnessanwendungen und der Besuch der Meersalzgrotte sind ebenfalls möglich. Im Gegensatz zur Wassergymnastik wird es in diesem Jahr allerdings keine Schwimmkurse geben. Das sei mit Blick auf die Sicherheit der Gäste entschieden worden, sagt Betriebsleiter Timo Künzel.

Langwierige Baustelle

Seit Frühjahr 2019 ist das Solebad in Bad Wimpfen eine Baustelle. Das aggressive Salz hat dem Bad zugesetzt, Becken und Technik müssen erneuert werden. Da allerdings einige Schäden erheblicher sind als gedacht, sind die Kosten von 6,2 auf 8,7 Millionen Euro geklettert. Das sorgte im Juni für große Verärgerung im Bad Wimpfener Gemeinderat. Es war das dritte Mal, dass das Ratsrund von einer Kostensteigerung in Kenntnis gesetzt wurde. Durch die zusätzlichen Maßnahmen hat sich auch der Zeitplan geändert, der Wiedereröffnungstermin ist inzwischen auf Spätherbst 2020 gerutscht. 

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