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In Vettels Fußstapfen getreten

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Sechs Wochen große Ferien – doch in Zeiten der Pandemie fiel für viele Familien der Sommerurlaub ins Wasser. Um vor allem daheimgebliebene Kinder und Jugendliche zu entschädigen, überlegten sich Karl-Heinz Scherer und Markus Lindenthal, wie sie den Daheimgebliebenen ein bisschen Abwechslung bieten können. „Gerade die Kinder haben genug gelitten, deshalb wollten wir ihnen was Gutes tun.“ So ersannen die beiden Betreiber der Bad Rappenauer Kartbahn den Kart-Cup. „Wir sind alle glücklich, dass unser Angebot so gut angenommen worden ist“, lautet das zufriedene Fazit von Karl-Heinz Scherer. 

Sich einmal wie ein Rennfahrer fühlen, einmal in die Fußstapfen von Michael Schumacher, Sebastian Vetter oder Lewis Hamilton treten. Mit Vollgas über die kurzen Geraden fahren, den richtigen Bremspunkt vor einer der zahlreichen Kurven erwischen, die Ideallinie suchen, die richtige Mischung aus Geschwindigkeit, Vorsicht und Taktik finden und dazu noch Geschicklichkeit beweisen – das ist die Mischung, die in eines der beiden Finals im Kart-Cup führt.

Wie in der Formel 1

„Wir haben uns entschieden, zwei Altersklassen anzubieten, einmal für zwölf- bis 17-Jährige und einmal für alle Fahrer über 18 Jahre“, erläutert Scherer. „Zusätzlich gab es in jeder Klasse ein Mindestgewicht.“ Das bedeutet, vor dem Rennen musste jeder Fahrer auf die Waage, „bei den Jüngeren hatten wir ein Mindestgewicht von 65 Kilogramm, bei den Älteren waren es 85 Kilogramm“. 

War der Fahrer zu leicht, „wurden Gewichte ins Kart gelegt, um eine gewisse Chancengleichheit zu erreichen“. Doch bevor die Fahrer am Freitag und Samstag für die finalen Läufe ins Kart steigen und ihre Runden drehen konnten, galt es, das Qualifying hinter sich zu bringen.
„Es waren wirklich viele ehrgeizige Fahrer dabei, die richtig viel trainiert haben,“ hat Scherer festgestellt. Trainieren konnte jeder Fahrer, so oft und so lange er wollte. Seine Rundenzeiten wurden anschließend im Internet veröffentlicht, „so dass jeder sehen konnte, wo er gerade steht“. Auf dieser Basis konnte jeder für sich – ähnlich wie im Qualifying der Formel 1 – entscheiden, ob die Zeit reicht, um zu den Finalläufen eingeladen zu werden, oder weitere Runden gedreht werden müssen.

„Wir möchten Veranstaltungen wie diese nutzen, um vor allem Jüngere vom Rennsport zu begeistern und zu animieren, Rennsport zu betreiben“, sagt Scherer. Denn „unser Publikum bewegt sich hauptsächlich im Alter zwischen 18 und 50 Jahre“. Auch Mädchen möchten Scherer und Lindenthal verstärkt für den Rennsport begeistern.

Reine Männersache

Diesmal war die Besetzung auf dem Siegerpodest noch eine reine Männersache. Doch auch einige Mädchen hatten es in die Finalläufe geschafft, zu denen Scherer und Lindenthal insgesamt 69 Fahrer eingeladen hatten. „Während die Fahrer für das Training vergünstigte Tickets buchen mussten, waren die Vorläufe und die Finals Einladungsrennen und für die Teilnehmer kostenlos.“

Freigestellt war es den Akteuren, wie lange sie im Finale fahren wollten. „Sie konnten ein Zehn- oder 20-Minuten-Ticket nehmen“, erklärt Scherer, „und innerhalb der gewählten Zeit konnten sie so viele Runden fahren, wie sie wollten.“ 

Von jeder Runde wurde die Zeit genommen, „die beste Rundenzeit wurde dann gewertet.“ Am Ende durften sich die drei Erstplatzierten über ein Preisgeld freuen, diejenigen, die das Podest verpassten, konnten sich mit einer Urkunde trösten.

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