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Shirts, designet von Obdachlosen

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Ein Startup-Unternehmen aus Heilbronn setzt auf nachhaltig produzierte Kleidung und will zugleich soziale Projekte unterstützen. Signed heißt die von den Schülern Timon Quatvasel (18) und Leopold Fritz (17) Anfang des Jahres gegründete Firma, mit der die beiden jetzt durchstarten wollen.

Co2-neutrale Produktion

„Wir waren schon immer modeinteressiert“, sagt Timon Quatvasel. Ihm und seinem Freund Leopold Fritz fiel auf, dass die meisten Modemarken mit Nachhaltigkeit und sozialen Standards nicht viel am Hut haben. Daraus entstand die Idee, selbst Mode zu produzieren. „Wir dachten uns: Das können wir besser machen“, sagt Fritz. Im Internet fanden die beiden einen Rohstofflieferanten, der das Siegel der gemeinnützigen Fair Wear Foundation trägt, die sich für bessere Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken sorgt. Auch die strengen Regeln des Global Organic Textile Standard (GOTS) werden eingehalten, die die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern garantieren. „Uns ist es wichtig, dass Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette gewährleistet ist“, sagt Quatvasel. Ziel ist die CO2-neutrale Produktion der Kleidung.

Die Veredelung der Textil-Rohlinge erledigen die beiden Jungunternehmer im heimischen Keller. Eine Partnerfirma aus Lauffen bedruckt die T-Shirts mit den Entwürfen von Quatvasel und Fritz, die Etiketten nähen die beiden selbst ein.

Kunstwerke von Obdachlosen

Mehr als 90 Shirts haben die Heilbronner bereits seit Mitte Mai verkauft. „Damit sind wir zufrieden, denn bisher haben wir kaum Werbung gemacht“, sagt Quatvasel. Das soll sich nun ändern. In den sozialen Netzwerken wollen die Schüler ihr Unternehmen bekannt machen. Schließlich haben die beiden noch viel vor. „Demnächst kommt die Winter-Kollektion mit Longsleeves und Hoodies“, kündigt Fritz an. Mittelfristig soll etwa die Hälfte der Produkte über den Onlineshop verkauft werden. Für die andere Hälfte suchen die Schüler Geschäfte in der Region, die ihre Idee unterstützen.

Neben den eher schlichten T-Shirts mit dem markanten Signed-Label haben die Jungunternehmer spezielle Shirts unter dem Namen „Homeless“ im Angebot. Auf diesen sind Kunstwerke von Obdachlosen der Aufbaugilde Heilbronn verewigt. Zehn Prozent des Verkaufspreises spenden die beiden an die Aufbaugilde, die Künstler erhalten Essensgutscheine.

Spenden und Hilfsaktionen

Und beim Projekt „Supportive Hands“ können die Kunden auswählen: Zehn Prozent des Kaufpreises fließen entweder an bedürftige Kinder oder an Hilfsaktionen für bedrohte Tiere oder gegen Plastikmüll in den Weltmeeren.

Quatvasel und Fritz sind zuversichtlich, dass genügend Kunden ihre nachhaltige Mode zu schätzen wissen und bereit sind, für den guten Zweck etwas tiefer ins Portemonnaie zu greifen. „Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit hat deutlich zugenommen“, sagt Quatvasel.

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