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Schwimmen ist erlaubt

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Der Freibadbesuch im Corona-Jahr war mit vielen Einschränkungen verbunden, einige Bäder blieben sogar ganz geschlossen. Jetzt endet die Saison, dafür öffnen die meisten Hallenbäder – überall natürlich ebenfalls mit Blick auf die jeweils aktuell geltenden Verordnungen. 

In Öhringen schließt das H2Ö voraussichtlich am kommenden Freitag, tags darauf wird das Rendel-Bad öffnen. „Es wird keine Online-Reservierung geben“, sagt Ute Dinger von der Bäderverwaltung. 55 Gäste könnten das Bad gleichzeitig besuchen, auf Zeitblöcke wie im Freibad werde verzichtet. Es wird regelmäßig desinfiziert, Kontaktdaten werden erfasst und es gilt, auf die Abstände zu achten. Am Kassenautomaten soll man sehen können, wie viele Plätze im Bad noch frei sind. Das Konzept sei nicht in Stein gemeißelt: „Wir gucken mal, wie es läuft“, je nach Lage und neuen Verordnungen könne man die Regeln anpassen.

Sauna kann besucht werden

Für die Sauna werden jeweils 30 Besucher zugelassen. „Im Freibad hat das supergut funktioniert, die Leute waren froh, dass wir überhaupt aufgemacht haben“, sagt Ute Dinger. So weisen die Besucherzahlen zwar Einbußen gegenüber normalen Jahren auf, sind aber dennoch beachtlich: Im H2Ö, das pro Tag in den drei Zeitblöcken nur maximal 1050 Menschen besuchen durften – sonst waren es in der Spitze 4500 –, wurden seit der Öffnung am 13. Juni mehr als 31.000 Badegäste gezählt. Der Durchschnitt in den letzten vier Jahren lag bei 68.500 Besuchern. Im Freibad Michelbach, das seit 30. August wieder geschlossen hat, waren es immerhin 2311 Besucher, trotz nur drei Öffnungstagen pro Woche. In den letzten vier Jahren lag der Schnitt bei über 7000 Badegästen im Jahr. Da hatte die Saison aber auch früher begonnen und es war an sieben Tagen in der Woche geöffnet. 

Im neu gestalteten Künzelsauer Kocherfreibad endete die Saison am vergangenen Sonntag. Man zählte über 15.000 Besucher an 65 Öffnungstagen, laut Stadt die höchsten je verzeichneten Besucherzahlen. Die Besucher hätten sich in der Regel vorbildlich an die Einschränkungen gehalten. Bürgermeister Stefan Neumann spricht von einer großen Herausforderung und sagt: „Ich bin stolz auf alle Beteiligten, dass wir das so gut meistern konnten.“

Größtmöglicher Infektionsschutz

Seit gestern hat das Hallenbad Tollkün für den Schul- und Vereinssport geöffnet, ab heute auch für die Öffentlichkeit. Das Hygienekonzept bietet laut Stadtverwaltung einen größtmöglichen Infektionsschutz. Nicht mehr als 35 Personen dürfen das Bad gleichzeitig betreten. Ins Schwimmbecken dürfen maximal 20 Gäste, ins Planschbecken maximal vier Kinder gleichzeitig. Die Dampfsauna bleibt bis auf Weiteres gesperrt.

In Pfedelbach hatte diesen Sommer nur das Freibad Untersteinbach geöffnet. Bis zur Schließung am Sonntag wurden rund 10.000 Badegäste gezählt, circa 40 Prozent weniger als im Vorjahr. Gründe sind die Begrenzung auf maximal 500 Gäste pro Tag und der Wegfall der Jahreskarten. „Die Badegäste hatten viel Verständnis für die Regelungen“, teilt Petra Sonntag vom Steuer- und Liegenschaftsamt der Gemeinde mit. Das Freibad Oberohrn, das geschlossen blieb, soll nach ihren Worten kommendes Jahr wieder geöffnet werden. Und das Hallenbad werde voraussichtlich Anfang Oktober unter Einhaltung der Corona-Verordnung Bäder öffnen.

Am Hygieneplan wird noch gearbeitet

Im Niedernhall öffnet das Solebad am 1. Oktober, „wenn uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht“, wie Hauptamtsleiter Alfons Rüdenauer sagt. Am Hygieneplan werde aktuell noch gearbeitet. 45 Personen können dann gleichzeitig ins Bad. Nachdem das Freibad dieses Jahr geschlossen blieb, will man es laut Rüdenauer „Stand heute nächstes Jahr auf jeden Fall aufmachen“. 

In Kupferzell bleibt die Schwimmhalle laut Sabine Kuch vom Rathaus zunächst geschlossen. Anfang Oktober soll die Situation neu bewertet werden. Dann wird, so Uwe Wied, Leiter des Technischen Amts, die Verwaltung in Abstimmung mit Gemeinderat und Gesundheitsamt entscheiden, ob die zu diesem Zeitpunkt gültigen Vorgaben eingehalten werden können. 14 Badegäste dürfte man gleichzeitig einlassen.

Bretzfeld beginnt aktuell mit dem Betrieb des Lehrschwimmbeckens für Schule und Vereine. „Ein öffentlicher Betrieb ist jetzt noch nicht praktikabel“, sagt Rolf Köhler vom Liegenschaftsamt. Sobald sich die Verordnungen ändern, wolle man prüfen, was möglich ist. In Ingelfingen wurde die Schwimmhalle sofort geöffnet, „als wir wieder aufmachen durften“, so Kämmerin Heidrun Weiß, vor Kurzem nur unterbrochen von den jährlichen Revisionsarbeiten. 15 Badegäste sind jeweils zugelassen, „im Zweifel müssten die Leute warten“.

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