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Immer dort sein, wo es brennt

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„Ich mache immer wieder Dinge, die man nicht unbedingt erwartet“, sagt Jens Schäfer. Mit gerade mal 19 Jahren hat er sich als Immobilienmakler selbstständig gemacht. 2017 – direkt nach der Geburt seines ersten Kindes – die eigene Firma gegründet. 2020 ist er in die SPD eingetreten, um bereits ein Jahr später im Wahlkreis Eppingen für den Landtag zu kandidieren. Bis dahin hatte Jens Schäfer „mit Politik nicht so viel am Hut“.

Fürs Gemeinwohl engagiert er sich aber seit 20 Jahren: Bei der Freiwilligen Feuerwehr Eppingen, bei der der 33-Jährige mittlerweile stellvertretender Abteilungskommandant ist: „Das ist mein größtes Hobby.“ Und es hat Familientradition. Vater, Großvater, Onkel, alle sind dabei. Er habe ein „Helfersyndrom“, meint der Mittlere von fünf Geschwistern. Deshalb setzt er sich auch für Benachteiligte ein: Als Vorsitzender der Palmbräu-Freunde, die Erlöse von ihren Ständen auf dem Eppinger Weihnachtsmarkt und dem Altstadtfest sowie von einem jährlichen Benefizkonzert für behinderte Kinder spenden.

Jugendförderung

Ebenso am Herzen liegt dem gelernten Bankkaufmann der Vereinsnachwuchs: Mit seinem „Fördertopf für die Region“ unterstützt er als Unternehmer Vereine in ihrer Jugendarbeit. „Jugendliche, die in Vereinen sind, sind besser vorbereitet auf das soziale Leben“, weiß Schäfer aus Erfahrung. In seiner Heimatstadt ist er tief verwurzelt: „Ich finde in Eppingen immer jemanden zum Babbeln, und ich bin ein bodenständiger Mensch.“

Auch bei den Motorradfreunden, dem Tierschutzverein oder dem HGV mischt er mit. Im Wahlkreis kenne er sich gut aus, nicht zuletzt wegen seines Jobs. „Ich möchte meinen Bekanntheitsgrad nutzen, um im Landtag etwas zu bewegen“, erklärt Jens Schäfer. Einsetzen will er sich unter anderem für bezahlbaren Wohnraum, auch in Verbindung mit der Stärkung von alten Ortskernen. So könne beispielsweise auf bereits versiegelten Flächen, auf denen ungenutzte Scheunen stehen, Wohnraum geschaffen werden. Von Berufs wegen und weil der zweifache Vater Kontakt zu vielen Familien hat, kennt er die Problematik bei Miet- und Immobilienpreisen: „Die Entwicklung geht in die falsche Richtung“, so Schäfer. „Ich bin ein Mensch, der sozial veranlagt ist, deshalb passt die SPD als Partei zu meiner Grundeinstellung.“

Corona

Die Coronakrise war mit verantwortlich dafür, dass er in die Politik möchte. „Ich habe zum Beispiel Geschäftsleuten geholfen, Anträge für Finanzhilfen auszufüllen, obwohl ich noch gar nicht im Landtag bin.“ Ein „Politiker zum Anfassen“ will der Eppinger sein und als solcher immer „genau dahin, wo es brennt“. Zu den Pflegekräften, nicht zum Heimleiter, zu den Beschäftigten am Fließband, nicht zum Firmenchef.

Weil der Wahlkreis CDU-lastig sei, hofft er am 14. März zumindest auf das Zweitmandat. „Es kommt nicht auf die Partei, sondern auf den Menschen an“, ist Jens Schäfer überzeugt. „Und dass ich Dinge anpacken kann, habe ich bewiesen.“

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