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Zweiter Impfstoff am Start

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Ab dem Wochenende können mehr Menschen im Kommunalen Impfzentrum in Öhringen gegen das Coronavirus immunisiert werden. Zusätzlich zu dem Impfstoff von Biontech steht dann auch der von AstraZeneca zur Verfügung. Bis dahin wird sich dann auch die Gruppe der Impf-Berechtigten verändert haben. Stand Montagmittag waren es noch Senioren über 80 Jahren und medizinisches Personal, das sich einen Termin reservieren lassen kann. Letztere konnten auch unter 65 Jahre alt sein. Am Abend war dann klar, dass auch Lehrer und Erzieher Termine vereinbaren können. Wenigstens in der Theorie. Denn in der Praxis wurden sie oft noch abgewiesen, wie uns Leser aus Öhringen und Pfedelbach am Nachmittag berichteten.

Zusätzlich

Rein rechnerisch stehen nach den aktuellen Lieferankündigungen, die sich jedoch jederzeit ändern können, pro Woche rund 1500 Impfdosen AstraZeneca sowie 600 Dosen Biontech-Impfstoff zur Verfügung. Das teilt Sascha Sprenger, Sprecher vom Landratsamt, gestern Abend mit. Aktuell seien Termine für den AstraZeneca-Impfstoff freigeschaltet. Die Buchung erfolge wie gewohnt online oder über die 116117. Sprenger sagte am frühen Abend noch: Melden können sich speziell dafür Impfberechtigte der Priorität 1 unter 65 Jahren, sprich medizinisches Personal.

Unterscheidungen

Sein Stand der Dinge war, dass das Sozialministerium Baden-Württemberg auch bestimmte Personengruppen der Priorität 2 unter 65 Jahren, darunter Lehrer und Erzieher zur Impfung zulassen will. Wann das möglich sei, wisse man aber noch nicht, hieß es aus dem Landratsamt. Stuttgart schaffte dann doch schneller neue Fakten. Bei der Terminvergabe werde eine Unterscheidung nach Altersgruppe im Abfragedialog durchgeführt. Beim Callcenter ebenso wie bei der Software. Die Weiche unterscheidet zwischen Priogruppe 1 (über 80 Jahre, Biontech-Impfstoff) sowie der Gruppe der unter 65-Jährigen (AstraZeneca). Wegen der noch immer knappen Impfstoffverfügbarkeit sei es nicht möglich, zwischen den Impfstoffen zu wählen, weder bei der Terminvergabe noch vor Ort.

Öffnungszeit

Geöffnet ist das KIZ von Freitag bis Sonntag. Sollten deutlich mehr Termine gebucht werden, könnte ein weiterer Öffnungstag dazu kommen, heißt es aus dem Landratsamt. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamtes, weiß um die Bedenken gegen den Impfstoff von AstraZeneca und betont: „Ich würde mich sofort mit dem Covid-19- Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen.“ Es würden sehr gute klinische Studien mit 23 745 Teilnehmern über 18 Jahre vorliegen. Die Begrenzung auf bis zu 65 Jahren beruhe auf einer Unterrepräsentanz dieser Altersgruppe und sei nur in Deutschland so eingeführt worden. Die Nebenwirkungen mit den m-RNA Impfstoffen sei vergleichbar. Im Fall einer Infektion sei der Verlauf kürzer und milder. Ein ganz wichtiger Punkt für Haack-Erdmann: Studien hätten nachgewiesen, dass der Impfstoff gegen den Wildtyp genauso wirksam sei wie gegen die britische Mutante.

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