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Imagefilm für den Bürgerbus

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Großer Bahnhof für den Bürgerbus. Das Team der Film-AG des Hartmanni-Gymnasiums (HGE) hat sich mit Leiter Sebastian Kaminski am Eppinger Bahnhof eingefunden, um dort einen Imagefilm für das öffentliche Transportmittel zu drehen. Die Schüler haben den Dreh genau geplant, ein Drehbuch geschrieben, die Ausrüstung zusammengestellt und neben Bürgerbusfahrer Matthias Kampp auch zwei Fahrgäste als Statisten engagiert. „Wenn wir den Klima- und Umweltschutz ernst nehmen und die Mobilitätswende einleiten wollen, dann ist viel Öffentlichkeitsarbeit notwendig“, sagt Lothar Schlesinger, der die Schüler beobachtet und den Filmdreh mit dem Smartphone festhält. „Wir sind froh“, bekundet der Geschäftsführer des Bürgerbusvereins, „dass die Film-AG einsteigt und ich gehe davon, dass das eine Supersache wird.“ 

Öffentlichkeitsarbeit

Neben einem kurzen Imagefilm entsteht auch ein längerer Dokumentarfilm. „Es ist wichtig, dass man als Verein immer im Gespräch bleibt und dass wir auf unser Angebot immer wieder aufmerksam machen“, weiß Schlesinger aus Erfahrung, „vielleicht helfen uns die Filme auch bei der Suche nach neuen Fahrern.“ Die Zusammenarbeit mit der Film-AG kam über die Schule zustande. „Unsere stellvertretende Schulleiterin Simone Körner hat mich angerufen und mir von der Idee, einen Imagefilm für den Bürgerbus zu drehen, erzählt“, erinnert sich Sebastian Kaminski, der sich daraufhin mit Lothar Schlesinger in Verbindung setzte. „Es ist ein sehr schönes Projekt, das wir gemeinsam realisieren“, findet der Pädagoge, „hier engagieren sich Bürger für Bürger.“ Großartig findet er, dass Schlesinger der AG völlig freie Hand bei der Realisierung gelassen hat.

Trotz Corona und den damit verbundenen Einschränkungen – Präsenzunterricht und damit verbundene wöchentliche Treffen der Arbeitsgemeinschaft waren fünf Monate lang nicht möglich – haben die Schüler sofort begonnen, sich Gedanken zu machen und ein Drehbuch zu realisieren. In einigen Videokonferenzen wurden die Aufgaben verteilt und Entscheidungen getroffen. Eine war, zwei Filme zu drehen. „Ein Imagefilm ist kurz und informativ“, erzählt Joel, der sich mit Jan um die Drehbücher gekümmert hat, „ein Dokumentarfilm ist länger, und wir können beispielsweise auch Interviews einbauen.“

Der rote Faden, der sich durch die Drehbücher zieht, ist die Fahrt des Bürgerbusses mit den einzelnen Stationen. Die Schüler sind vorab mit dem Bus gefahren, haben sich die Haltestellen angeschaut und überlegt, wie sie alles richtig in Szene setzen können. „Wir wissen, dass auch Eppinger den Film anschauen werden und es ist wichtig, dass gerade die Einheimischen die Orte und Plätze wiedererkennen“, sagt Joel.
Ein fertiges Drehbuch für den Dokumentarfilm gibt es noch nicht, die Schüler wissen aber, dass sie sich am Fahrplan entlanghangeln werden. An das Skript machen sich Joel und Jan, wenn die Interviews abgedreht sind. Der Filmdreh ist auch für sie eine neue Erfahrung. „Normalerweise drehen wir bei Schulfesten und anderen schulischen Veranstaltungen“, erzählt Joel, „daneben haben wir noch einen Kurzfilm gedreht.“

Regionalität

Für eine Zusammenarbeit mit der Film-AG hat sich der Bürgerbusverein bewusst entschieden. „Die Regionalität steht selbstverständlich im Vordergrund“, so Schlesinger, „und es ist für Ortsansässige leichter, einen Bezug zum Bürgerbus herzustellen.“ Zudem könne man nicht die Mobilitätswende wollen, dann aber ein Filmteam holen, das erst noch anreisen muss. 

Während sich die Schüler Gedanken um die Realisierung des Projekts machen, gehen die Gedanken von Sebastian Kaminski schon weiter. „Wir sind auch in Zukunft für alles offen“, erklärt er, „und wir könnten uns durchaus vorstellen, wieder mal ein solches Projekt zu realisieren.“ Allerdings gelte es, „ein gesundes Gleichgewicht zwischen Projektenwie unserem Kurzfilm, die dem eigenen künstlerischen Bestreben der Schüler entspringen und solchen Filmprojekten für schulfremde Auftraggeber, zu finden“.

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