Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

So ist Public Viewing in der Region möglich

zurück zur Übersicht

Die Fußball-EM in Corona-Zeiten gemeinsam in Biergärten oder beim Public Viewing schauen? Es wird schwieriger, es gibt längst nicht so viele Angebote wie sonst – aber es geht. Den Kickern bei den Spielen in geselliger Runde die Daumen drücken ist machbar. Massen-Ekstase nach einem Sieg der deutschen, türkischen oder kroatischen Elf wie einst in Fandörfern ist jedoch kein Thema. Die gute Nachricht: In den Landkreisen Hohenlohe, Heilbronn und der Stadt Heilbronn kann man nach den aktuellen Inzidenzzahlen auch die späten Spiele ab 21 Uhr zum Beispiel in Biergärten anschauen und mitfiebern. Lokale dürfen aktuell jetzt alle bis 1 Uhr geöffnet bleiben – auch in Heilbronn.

Die Heilbronn Marketing GmbH (HMG), die Städte Eppingen und Neckarsulm: Alle haben dieses Jahr kein Public Viewing auf einem großen Platz geplant. Nach den kritischen Corona-Werten noch vor einigen Wochen habe man sich nicht mit solchen Plänen beschäftigt, stellt HMG-Chef Steffen Schoch fest. Und: „Wir wollten in diesen Pandemie-Zeiten keine Massen bewegen.“ Massen dürfen jetzt auch nicht in Lokale, aber eine bestimmte Zahl an Gästen oder Fans je nach Fläche.

Der HeilbronnerFood Court zeigt zum Beispiel auf einer zwei mal drei Meter großen Leinwand die Spiele des deutschen Teams. Je nach Inzidenz rechnet Food-Court-Inhaber Thomas Aurich mit 250 bis 500 zulässigen Gästen. „Es wird Stimmung aufkommen“, ist er überzeugt. Es sei aber „schon eine andere Welt“ im Vergleich zu früher, wenn rund 1500 Gäste dicht an dicht sitzen. Er hofft, dass die Sperrzeit Mitternacht oder 1 Uhr prinzipiell für die EM-Zeit gilt – und nicht bei leichten Überschreitungen des 50er-Wertes in Heilbronn alles zurückgestuft wird. Eine kleine Leinwand baut auch die Saline in Bad Friedrichshall am Rande des Biergartens auf. Mindestens die Deutschland-Spiele will Chef Benjamin Horn zeigen, vielleicht andere im Hintergrund laufen lassen. 40 Stühle stellt er vor der Leinwand auf. „Wenn sie voll sind, ist es so“, sagt er. Bisher habe noch kein Gast nach der EM gefragt. Aber: Wenn Deutschland weiterkomme, sei es „immer gut fürs Geschäft“. Haudi -Wirt Wolfgang Hauth in Flein hat schon viele große Turniere erlebt. Er spürt „noch keine große EM-Euphorie“ im Ort. Er hat keine Außenplätze, die Testpflicht innen ist für ihn ein großes Manko. Stammkunden kämen vor die Fernseher – und bis zu 30 Personen hätten etwa Platz. Wie heiß es ist, werde wohl auch eine Rolle spielen, erwartet er. 

Vorsichtig geworden

Der VfB Eppingen organisiert kein Public Viewing, die Zeit sei zu knapp gewesen, sagt Vorsitzender Steffen Häffner. Jetzt gehe es erst einmal darum, den Spielbetrieb wieder zum Laufen zu bringen. Auch der FV Wüstenrot hat sein Public Viewing auf dem Dorfplatz abgesagt. „Wir bräuchten etwas Vorlauf – und es ist nichts wirklich planbar“, sagt Vereinschef Alexander Ergenzinger. Der TSV Cleebronn verzichtet auf ein Fußball-TV-Angebot in der Alten Kelter. Aber: „Vielleicht machen wir noch was Kleines auf dem Sportgelände“, berichtet Vorstand Thomas Ellwein. Mitglieder von Türkspor Neckarsulm werden das Auftaktspiel der Türkei heute Abend in kleinerem Kreis privat ansehen. „Wir planen da nichts zusammen. Beim Corona-Geschehen sind wir sehr vorsichtig geworden“, sagt Geschäftsführer Mehmet Gedik. Er hofft, dass die Türkei es ins Halbfinale schafft. 

Premiere mit LED-Wand

Erstmals wird das Welcome HotelNeckarsulm ein Public Viewing auf dem Bahnhofsvorplatz organisieren. Eine Zwölf-Quadratmeter-LED-Wand werde auf einem eingezäunten Areal mit 150 bis 200 Sitzplätzen und Gastro-Ständen aufgebaut, berichtet Daniel Maresca. Eintritt sei frei, man müsse Plätze aber telefonisch oder im Internet  buchen. Hier sollen alle Deutschland-Spiele und weitere Spiele, die im öffentlich-rechtlichen TV laufen, gezeigt werden. Also auch das Eröffnungsspiel Türkei gegen Italien heute Abend.

Galerien

Regionale Events